Hauptmenu:


© Buchtipps aus dem Programm von Gaby Marx, Buchhändlerin, Beraterin, Coach und Freundin.

Dies sind die neuesten, besprochenen Bücher. Ausführlicheres weiter unten.

Bionische Regeneration

Bionische Regeneration

Ulrich Warnke

26,00 EUR*

mehr Infos
Yoga der Verbundenheit

Yoga der Verbundenheit

Anna Trökes

22,99 EUR*

mehr Infos
Der Selbstheilungscode

Der Selbstheilungscode

Tobias Esch

19,95 EUR*

mehr Infos
Die Entschlüsselung des Alterns

Die Entschlüsselung des Alterns

Elizabeth Blackburn, Elissa Epel

24,00 EUR*

mehr Infos
Da stirbst du nicht dran

Da stirbst du nicht dran

Henk Blanken

20,00 EUR*

mehr Infos

Empfehlung 5.2017


Alterung als Mangelzustand

Ulrich Warnke - Bionische Regeneration


Kann der Alterungsprozess durch Antioxidantien, Vitamine oder durch Telomerase aufgehalten werden? Sowohl freie Radikale als auch die Verkürzung der Telomere ebenso wie die Unterversorgung der Mitochondrien (Zellkraftwerke) sind mit dem Altern verbunden. Neuere Studien zeigen aber, dass eine einfache Substitution des Mangels nicht immer angebracht ist. Denn: was für eine gesunde Zelle gut ist, ist auch wachstumsfördernd für eine entartete (Krebs-) Zelle.

Ulrich Warnke ist unter Wissenschaftlern sehr umstritten. Herausragende mir bekannte ganzheitliche Mediziner hingegen halten ihn auf seinem Spezialgebiet der Biomedizin für wegweisend. Er beschreibt die Faktoren, die zur Alterung führen und die Substanzen, die diesen Prozess verlangsamen können. Für unzählige Vitamine und Mineralstoffe erläutert er die komplexe Wirkung auf die Stoffwechselvorgänge im Körper, was durch die Komplexität deren Substitution nicht einfach macht.

Eine besondere Rolle spielen die von der Natur vorgegebenen Rahmenbedingungen für einen Körper, der aus der Steinzeit kommt und sich seitdem nicht wesentlich verändert hat und daher zur Gesunderhaltung die gleichen Faktoren braucht wie damals:
-Licht im Wechsel der Jahreszeiten, -Schlaf und Hell-Dunkel-Rhythmus, -sinnvolle Kalorienrestriktion, -viel Bewegung, -angemessene Belastung des Körpers.

Beispiel: Wussten Sie, dass der Mangel an Vitamin D ein wesentlicher Faktor im Alterungsprozess und in der Entstehung von Krankheiten ist? Dieses Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist, wird über die Haut gebildet, aber bereits bei Sonnenschutz mit LSF 8 wird diese Bildung vollständig verhindert. Ulrich Warnke beschreibt sehr ausführlich wie ein angemessener Umgang mit Sonne gesundheitsfördernd wirkt.

Seine jahrzehntelange Forschung wird ergänzt von seinem Sohn, einem Gartenbau-Ingenieur, dessen Interesse dem Einfluss der Natur auf den Menschen gilt. Er beschreibt wie sich körperliche Aktivität in der Natur und insbesondere im Wald positiv auf unser Gehirn auswirkt und sich kognitive Prozesse stressreduzierend verändern lassen. Wer den "Biophilia-Effekt" gelesen hat, wird hier in sehr kompakter Form wesentlich profundere Informationen inklusive neurowissenschaftlichem Hintergrund vorfinden.

Mein Fazit: Für mich als erfahrener und belesener Laie legt Ulrich Warnke hier ein exzellentes und umfassendes 600-seitiges "Hausbuch der Gesundheit" mit vielen Quellenhinweisen vor, das mich Jahre begleiten wird.

[Ulrich Warnke: Bionische Regeneration]

Ulrich Warnke: Bionische Regeneration










YOGA: Herzöffnung statt Selbstoptimierung

Anna Trökes - Yoga der Verbundenheit


Im Westen wird der Yoga vor allem mit seinen körperlichen Aspekten über die Asanas praktiziert. Nicht wenige der angehenden Yogis und Yoginis haben dabei ihre Mühe mit den "Herz öffnenden"Asanas, denn diese wirken nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern sprechen die spirituellen und energetischen Aspekte an. "Wir erkennen dann, dass wir nicht einen Körper haben, sondern dass wir dieser Körper sind."

Die Quellen des Yoga-Sutra beschreiben als Ziel der Yoga-Praxis eine nachhaltige Ruhe und Klarheit des Geistes. Die Essenz des Yoga aber ist die Verbundenheit aller Wesen wie auch die Neurowissenschaften die Relevanz des Gehirns als soziales Organ nachweisen. Eine Yogapraxis, die auf Selbsterforschung und Selbsterweiterung ausgerichtet ist, die die Verbindung zu anderen Menschen in den Mittelpunkt stellt, die Mitgefühl wie auch Selbstmitgefühl fördert, steht in Übereinstimmung mit den alten Quelltexten des Yoga, der Gehirnforschung und der ganzheitlichen Medizin: es gibt keine Trennung von Körper und Geist. Wir sind das, was wir denken und leben.

Anna Trökes, die grande dame des Yoga, beschreibt die Rolle der Verbundenheit in den alten Quellen und die Herzöffnung in der Yogapraxis, die auch für das körperliche Herz eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. Jenseits alter gelernter Überzeugungen, Disziplin und Perfektionsanspruch wird das Thema für Anna Trökes selbst ein ganz persönliches Anliegen. Es ist damit ein ganz besonderes und tief gehendes Yogabuch, und es ist auch ein Plädoyer gegen den Selbstoptimierungswahn und für einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Ressourcen und denen der Umwelt.

[Anna Trökes: Yoga der Verbundenheit]

Anna Trökes: Yoga der Verbundenheit








Empfehlung 4.2017


Heilung ist möglich

Tobias Esch - Der Selbstheilungscode


Ein Heilungsansatz, der sich nur auf die Behandlung der körperlichen Symptome beschränkt, greift deutlich zu kurz, dies gilt für die Schulmedizin genauso wie für alternative Heilverfahren. Die enorme Komplexität, die den Menschen ausmacht, bedarf der Berücksichtigung unserer Motivation, unserer Emotionen, unseres Verhaltens, unserer Umwelt und aller anderen Faktoren, die unser Leben ausmachen. "Der Selbstheilungscode" klingt nach einem der vielen austauschbaren Ratgeber, beschreibt aber exzellent die Bausteine, mittels derer wir unsere Gesundheit beeinflussen und erhalten bzw. Beschwerden lindern können:
-Stressbewältigung -Bewegung -Entspannung, Achtsamkeit und Meditation -Gesundheit -Soziale Kontakte

Prof. Dr. Tobias Esch ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Neurowissenschaftler und einer der erfahrendsten Mediziner im Bereich der Mind-Body-Medizin. Seine Ausführungen zum achtsamen Umgang mit Emotionen und Stress ebenso wie Meditation sind fern von esoterischem Gedankengut. Er bewegt sich auf dem Hintergrund zahlreicher wissenschaftlicher Studien und Forschungen.

Prof.Esch erläutert die Funktionsweise unseres Gehirns und dessen Auswirkung auf unseren Körper. Jeder Gedanke, jede Emotion verändern unser Gehirn und unseren Körper. Und genau hier besteht dank der Neuroplastizität die Chance zur Selbstheilung durch Stärkung der positiven Erfahrungen und Entwicklung hilfreicher Überzeugungen. Das Buch enthält zahlreiche praktische Übungen zur Anwendung und weiterführende links.

Fazit: Ein leicht verständlicher und hoch kompetenter Einstieg in die wichtigsten Gehirnfunktionen und dieWirksamkeit von Stressbewältigung, Achtsamkeit, Emotionen, Meditation.

[Tobias Esch: Der Selbstheilungscode]

Tobias Esch: Der Selbstheilungscode










Gesunde Telomere für ein langes gesundes Leben

Elizabeth Blackburn, Elissa Epel - Die Entschlüsselung des Alterns


Ein wenig Fachchinesisch zu Beginn ist notwendig: Telomere sind die Endkappen unserer Chromosome in den Zellen, deren DNS aus zahlreichen Basenpaaren besteht. Mit jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere, weil sie ein Basenpaar für den Schutz der Endkappen der neuen Zelle abgeben müssen. Im Laufe des Lebens werden die Telomere daher immer kürzer, bis sie das Signal geben, mit der Zellteilung aufzuhören. Damit hat der Alterungsprozess begonnen.

In welchem Maße und wie schnell wir altern, hängt von der Gesundheit bzw. der Länge der Telomere ab- sagt die Professorin für Biologie und Physiologie Elizabeth Blackburn, die für die Telomer-Forschung 2009 den Nobelpreis erhielt. Mit der Psychologieprofessorin Elissa Epel hat sie ein Konzept entwickelt, das auf die Regeneration der Telomere durch das Enzym Telomerase setzt. Dieses Enzym ist in der Lage, die Telomere wieder zu verlängern und somit den Alterungsprozess aufzuhalten und teilweise rückgängig zu machen. Mehr von dem Enzym und längere Telomere fördern die Gesundheit, kurze Telomere und wenig Telomerase hingegen beschleunigen den Alterungsprozess.

Einfach das Enzym hinzuzufügen, ist keine Lösung, da damit auch entartete Krebs- oder Tumorzellen in ihrem Wachstum gefördert würden. Gesunde Telomere sind eine Frage des Lebensstils. Neben körperlicher Bewegung, gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf spielt der Umgang mit Stress eine zentrale Rolle. Unser Gehirn ist weniger darauf ausgelegt, auf Ereignisse zu reagieren als vielmehr sie vorherzusagen, um Gefahren frühzeitig zu erkennen, eine ggf. existenzielle Funktion. Für Körper und Gehirn macht es dabei keinen Unterschied, ob eine reale Gefahr existiert oder diese nur gedanklich konstruiert wird. Die Stressreaktion ist die Gleiche. Als wirkungsvolle Instrumente in unzähligen Studien nachgewiesen, haben sich neben kognitiver Verhaltenstherapie vor allem Achtsamkeit und Meditation bewährt.

Auf die deutsche Übersetzung dieses 460 Seiten starken Wälzers habe ich seit der Empfehlung von Dr.Joe Dispenza schon gewartet. Mein Fazit: es ist unbedingt lesenswert, weil es profundes Wissen über die Effekte im Alterungsprozess vermittelt und die Chancen damit umzugehen

[Elizabeth Blackburn, Elissa Epel: Die Entschlüsselung des Alterns]

Elizabeth Blackburn, Elissa Epel: Die Entschlüsselung des Alterns








Empfehlung 3.2017


Wann ist das Leben lebenswert

Henk Blanken - Da stirbst du nicht dran


Mit der zunehmenden Zahl der betroffenen Patienten rücken Demenzerkrankungen stärker in den Blick der öffentlichen Wahrnehmung. Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der Zentren im Gehirn betroffen sind, die für die Herstellung des antreibenden und motivierenden Neurotransmitters Dopamin zuständig sind. Es ist der entscheidende Botenstoff unseres Belohnungserwartungssystems, verantwortlich für unseren inneren Antrieb. Wird kein Dopamin produziert, geht auch die Produktion von Serotonin, einem ¿Glückshormon¿ drastisch zurück. Die Folge sind Beeinträchtigungen in der Motorik, in der psychischen ebenso wie in der körperlichen Leistungsfähigkeit und Schlaflosigkeit.
Henk Blanken, ein niederländischer Journalist, erhielt die Diagnose 2011 und beschreibt mit einer Mischung aus Distanz und Faszination akribisch seinen Fall und das unaufhaltsame Fortschreiten der Krankheit. Diese Geschichte liest sich spannend wie ein Roman und lässt nicht unberührt. Über allem steht die Frage, welchen Gewinn ein stark verlangsamtes Leben ohne Leistung bringen mag und auch die Frage, ab wann ein Leben nicht mehr lebenswert ist. Für Blanken entsteht durch die reduzierte Leistungsfähigkeit eine ganz neue Art von Wahrnehmung und eine neue Lebensqualität.
Wann ist ein Leben lebenswert? Damit beschäftigt sich auch der Gehirnforscher Nils Birbaumer in seinem Bestseller.


[Henk Blanken: Da stirbst du nicht dran]

Henk Blanken: Da stirbst du nicht dran










Das Gehirn kann alles- auch das Nichts

Niels Birbaumer - Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst


Dass unser ganzes Leben eben nicht genetisch vorbestimmt ist, verdanken wir der enormen Formbarkeit unseres Gehirns, der Neuroplastizität. Mit einer genetischen Grundausstattung geboren, kommen wir zwar funktionsfähig auf die Welt, aber unser rationales Denken ebenso wie die soziale Kompetenz und die Entwicklung unseres Verhalten und unserer Fähigkeiten, all das entwickelt sich erst sehr viel später angepasst an die Anforderungen unserer Umwelt.
Das Verhalten, das von unserer sozialen Umwelt belohnt wird, ist das, woran sich das Gehirn orientiert. Erfahren wir Wertschätzung für soziales Handeln, bestärkt uns das in diesem Verhalten. Erfahren wir hingegen Wertschätzung für kriminelles Verhalten, wird das auch unser künftiges Handeln leiten.
Niels Birbaumer, Psychologe und Neurophysiologe, erklärt, warum weder Depressive noch Süchtige, Psychopathen oder Angstgestörte so bleiben müssen. Sein besonderes Interesse gilt allerdings den Locked-in Patienten.
Mit moderner Technik gelingt es mit diesen Patienten zu kommunizieren. Vielfach sind diese Patienten nicht verzweifelt über ihren Zustand, sondern "zeigten sie sich zufriedener als der Durchschnitt der Bevölkerung". Laut Niels Birbaumer spricht viel dafür, dass diese Patienten, die frei von Wollen und Getrieben Sein sind, auf ihre Weise glücklich sein können.
Das Buch macht nachdenklich, sind wir leistungsorientierte Menschen doch schnell dabei mit dem Ruf nach "Abschalten" eines aus unserer Sicht wenig lebenswerten Leben, weil wir uns mangels Vorstellungskraft diese Stille und Leere nicht vorstellen können, aber "das Gehirn kann alles- auch das Nichts".

[Niels Birbaumer: Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst]

Niels Birbaumer: Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst



Empfehlung 2.2017


Warum wie fühlen wie wir fühlen

Richard Davidson, Sharon Begley - Warum regst du dich so auf?


Denken und Fühlen sind in unserem Gehirn keineswegs getrennt. Tatsächlich ist ein Denken ohne Gefühle überhaupt nicht möglich und auch unser Großhirn, dem wir das kognitive Denken zuschreiben, enthält emotionale Strukturen bzw. wird von solchen beeinflusst. Warum gehen Menschen so unterschiedlich mit Stress-auslösenden Situationen um? Warum gibt es Menschen, die sich schnell auch aus schwierigsten Lebenssituationen befreien und Andere, die daran verzweifeln wollen?
Der Hirnforscher Richard Davidson hat sich zu einer Zeit mit Emotionen beschäftigt und Meditation praktiziert als dies eher hinderlich für eine wissenschaftliche Karriere war. Er kam in seinen Forschungen zu der Erkenntnis, dass jeder Mensch seinen ganz eigenen emotionalen Stil entwickelt, teilweise genetisch bedingt und teilweise epigenetisch, also durch eigene Lebenserfahrungen.
Er beschreibt sechs emotionale Stile, die auf die verschiedensten Persönlichkeitstypologien der Psychologie passen und liefert Beispiele sowie einfache Fragen zum Erkennen des eigenen Stils.
Diese emotionalen Stile lassen sich auch verändern: mittels der Neuroplastizität (Formbarkeit der synaptischen Verbindungen im Gehirn) können wir trainieren, welche Ausprägung unser individueller Stil haben soll, denn nicht jeder Stil ist für jedermann angemessen.
Zusätzlich spannend werden seine Erkenntnisse durch seine langen Erfahrungen in der Praxis der Meditation. Davidson trifft auf den Dalai Lama, der ein großes Interesse an den Neurowissenschaften hat. Es ist dem Dalai Lama ein hohes Anliegen zu beweisen, dass sich das Gehirn durch regelmäßige Praxis von Meditation verändert und Meditation einen beruhigenden und Stress-lindernden Einfluss hat.
Spannend zu lesen sind der Lebensweg Davidsons und die Begegnungen mit dem Dalai Lama und den Mönchen. Wer die wissenschaftlichen Hintergrundinformationen hinderlich findet, kann sie überlesen und sich auf die sehr praxisnahen Teile konzentrieren. Fundiert und lesenswert.
Das vorliegende Taschenbuch erschien als Hardcover unter dem Titel "Warum wir fühlen wie wir fühlen".

[Richard Davidson, Sharon Begley: Warum regst du dich so auf?]

Richard Davidson, Sharon Begley: Warum regst du dich so auf?










Entzauberung der Gehirn-Mythen

Henning Beck - Hirnrissig


Weil sie plakativ sind und sich gut vermarkten lassen, halten sich zahlreiche Mythen um unser Gehirn wie folgende:
Unser Reptilienhirn führt zu primitiven triebgesteuerten Handlungen.
-Wir nutzen nur 10% unseres Gehirns.
-Die rechte Hirnhälfte ist kreativ und empathisch.
-Gehirnjogging erhöht die Leistungsfähigkeit des Gehirns.
-Wir können Multitasking.
-Mit dem Alter lässt die Lernfähigkeit nach.
Neurowissenschaften und Gehirnforschung haben diese durch neue bildgebende Verfahren in den letzten Jahrzehnten längst wiederlegt und Meilenschritte in den Erkenntnissen über unser Gehirn zurückgelegt.
Der Neurobiologe Henning Beck beschäftigt sich intensiv mit Hirnforschung und Kreativität. In diesem populären und leicht lesbaren Titel erläutert er sehr anschaulich die Funktionsweise unseres Gehirns, indem er solche und andere Mythen aufgreift und humorvoll wiederlegt. Wer über seine persönlichen Kommentare hinwegsieht, die auf mich eher überzogen und deplatziert wirkten, wird Vergnügen daran haben und viel über sich selbst lernen. Lesenswert trotz leichter Kritik an einem Humor, der nicht immer meiner ist.

[Henning Beck: Hirnrissig]

Henning Beck: Hirnrissig



Empfehlung 1.2017


Wie Achtsamkeit das Gehirn verändert

Rick Hanson - Denken wie ein Buddah


Weil sich unser Gehirn auf alles das konzentriert, was unser Überleben gefährden könnte, haben wir besondere Sensoren für negative und potenziell gefährliche Situationen entwickelt. So werden angstbesetzte Erfahrungen im limbischen System besonders gut gesichert und jeder neue Impuls auf solche vorhandenen Erfahrungen überprüft.
Für negative Erfahrungen gilt daher das Klett-Prinzip, sie bleiben gut haften. Da diese besonders wichtig sind und unser Gehirn nicht dafür zuständig ist, dass wir glücklich sind, entwickeln die meisten Menschen eine eher mürrische Amygdala, die quasi die Datenbank für die Bewertung von Erfahrungen ist.
Für positive Erfahrungen hingegen gilt das Teflon-Prinzip: da diese nicht überlebensnotwendig sind, gleiten sie ab und hinterlassen keinen nachhaltigen Eindruck.
Rick Hanson lehrt die Kunst der achtsamen Wahrnehmung positiver Erfahrungen mit allen Sinnen und ihrer Verstärkung für dauerhafte Wirkung im Gehirn.
Wer seine Wahrnehmung täglich auf viele kleine positive Erfahrungen konzentriert, wird allmählich sein Gehirn in diese Richtung verändern. Je mehr wir positive Erfahrungen verstärken, umso mehr wird ein positives Erleben dann auch unsere Wahrnehmung prägen. Diese Fähigkeit des Gehirns, die erfahrungsabhängige Neuroplastizität, gibt uns die Möglichkeit neue synaptische Verbindungen zu erstellen, die uns unterstützen mit Negativem umzugehen und damit insgesamt resilienter zu werden. Es geht dabei nicht um positives Denken, dieses wäre Stress-verstärkend! Die Wirkung tritt nur ein, wenn Denken und Fühlen in die gleiche Richtung gehen.
Rick Hanson ist der wohl bekannteste Achtsamkeitstrainer, der seine wirkungsvollen Techniken in einer Lebenskrise entwickelt hat zu einer Zeit als Achtsamkeit noch weitgehend unbekannt war. Darüber hinaus ist er Neuropsychologe und vermag sehr anschaulich und bildhaft zu beschreiben, worin die Chancen des achtsamen Umgangs mit unseren Erfahrungen liegen. Die Kunst, die Hanson lehrt, besteht in der achtsamen Wahrnehmung auch kleinster positiver Erfahrungen und ihrer Vertiefung mit allen Sinnen, in Dauer und Intensität. Die regelmäßige Anwendung führt zu neuen Verbindungen im Gehirn, die auf neuronaler Ebene zu innerer Gelassenheit und Stress-Stabilität führen.
Sehr empfehlenswert, ein Klassiker in der Fülle der Achtsamkeitstitel, in den ich immer wieder gerne reinlesen werden.

[Rick Hanson: Denken wie ein Buddha]

Rick Hanson: Denken wie ein Buddha










Krone der Schöpfung oder egoistische Gene?

Gerald Hüther - Wer wir sind und was wir sein könnten


99,5% der menschlichen Gene sind identisch mit dem der Affen. Was also unterscheidet uns vom Affen? Was trennt uns von anderen Menschen?
Menschen kommen mit einem unreifen, offenen und lernfähigen Gehirn zur Welt und sind auf Fürsorge und Schutz sozial kompetenter Erwachsener angewiesen. Von Natur aus sind wir Lebewesen mit einem gestaltbaren Gehirn, das seine Struktur erst im sozialen Kontakt mit anderen entwickelt. Die kulturelle Umgebung beeinflusst das Gehirn dabei entscheidend. Ausgestattet mit einem Höchstmaß an Neuronen und Verbindungen passt das kindliche Gehirn seine Struktur im Laufe der Jahre der Umgebung an: "ausgejätet wird, was nicht gebraucht wird."
Die unterschiedliche Entwicklung von Menschen anderer Länder und Kulturen ebenso wie die unter anderen familiären oder sozialen Verhältnisse ist bedingt durch andere neuronale Verbindungen entsprechend der anderen Lebensverhältnisse.
Zwei wesentliche Grundbedürfnisse müssen dabei erfüllt werden: als nur in der Gruppe überlebensfähige Lebewesen streben wir einerseits nach Verbundenheit mit Anderen und andererseits nach eigenem Wachstum und innerer Freiheit. Wir streben nach dem, was wir mögen, und vermeiden, was wir nicht mögen.
Es sind also keineswegs egoistische Gene, die zu seltsamen Verhalten führen. Wenn eines der Grundbedürfnisse nicht befriedigt wird, werden bestimmte Botenstoffe nicht ausgeschüttet, es entsteht ein Mangel, der durch andere Verhaltensweisen kompensiert werden muss.
Das Gehirn selbst ist ein soziales Organ und passt seine Struktur dem sozialen Umfeld an. Wir lernen nur das, was für uns bedeutsam ist, also wichtig ist für unsere Akzeptanz in unserer Gruppe. Wenn z.B. über Generationen in einer Gruppe oder Gesellschaft Regeln der Abgrenzung gegenüber Anderen und Fremden gelten, passt unser Gehirn seine Vorstellungen diesen an.
Es sind also nicht die Menschen, die nicht zusammenpassen, sondern deren durch Vorleben erworbene Vorstellungen und Überzeugungen, die durch dazu passende Erfahrungen bestätigt und neuronal gefestigt werden. Diese verstärken sich durch Anpassung der Wahrnehmung immer weiter und werden schließlich zu erprobten neuronalen "Autobahnen", während andere Verbindungen stillgelegt werden.
Probleme sind Störungen des emotionalen Gleichgewichts. Die Störung wird auf Basis der bisherigen Erfahrungen wahrgenommen und bewertet und sodann mit aus anderen Situationen bekannten Strategien bearbeitet. Schnelle erfolgreiche Lösungen führen daher zu einer weiteren Stabilisierung bestehender Verbindungen. Neues entsteht nur durch neue, oft überraschende Erfahrungen, durch Begeisterung für etwas Neues oder durch Krisen, die alles Bisherige in Frage stellen.
Wer wir sein könnten: Gerald Hüther bleibt nicht in der Beschreibung der Funktionsweise unseres Gehirns stehen, er erklärt wie wir dank der erfahrungsabhängigen Plastizität unseres Gehirns auch völlig anders denken und leben könnten, denn unser Gehirn ist lebenslang in der Lage neue neuronale Verbindungen, neue Gedanken und Emotionen, zu entwickeln.
Gerald Hüther ist einer der bekanntesten Gehirnforscher und Bestsellerautor und dabei auch einer der engagiertesten: im Bereich der frühkindlichen Entwicklung stellt er Forderungen an Politik und Schulen, damit unsere Kinder anders lernen, um das zu werden, was sie und wir sein könnten.
Ein Lieblingsbuch von mir, das ich besonders in der Hörbuchversion immer wieder anhöre, denn ein Gehirn, das verändert werden will, braucht die Wiederholung: nur dann kann aus einem neuen Pfad eine stabile Straße werden.

[Gerald Hüther: Was wir sind und was wir sein könnten]

Gerald Hüther: Was wir sind und was wir sein könnten









[Gerald Hüther: Was wir sind und was wir sein könnten]

Gerald Hüther: Was wir sind und was wir sein könnten



Empfehlungen 2016


Wie Gedanken und Gefühle auf unsere Gene wirken

Dawson Church - Die neue Medizin des Bewusstseins"


Bis heute glauben viele Menschen, dass ihre Gesundheit durch ihre Gene bestimmt ist, ein genetisches Schicksal daher unausweichlich ist. Auch die Zahl der Gene selbst wurde bis zum Abschluss des Human-Genomprojekts vor 10 Jahren auf Grund der Komplexität des menschlichen Körpers weit überschätzt: tatsächlich sind es nur knapp 24000 Gene statt über 100000, übrigens weniger als bei einem Reiskorn. Wenn aber in den Genen nicht alle Informationen vorhanden sind, um einen Menschen zu schaffen und zu steuern, wer führt dann die Regie? Welche Einflüsse sorgen dafür, dass Gene aktiviert werden oder stillgelegt bleiben? Da diese Fragen über Gesundheit und Krankheit entscheiden, wird hier besonders intensiv geforscht und die Erkenntnisse sind folgenschwer:
Unsere Gene werden von unserer inneren und äußeren Umwelt beeinflusst:
Von unseren Erfahrungen und der emotionalen Bewertung dieser Erfahrung, Unsere Überzeugungen, die wir daraus ableiten, unsere aktuellen Gedanken und Gefühle.
Je stärker eine Erfahrung bzw. die damit verbundenen Gedanken und Gefühle wirken, um so stärker ist die neuronale Verbindung zwischen Nervenzellen. Diese wiederum bewirken elektromagnetische Signale und die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe, die wiederum diese Gedanken und Gefühle verstärken. Wir steuern also in jeder Sekunde unser Leben und unsere Gesundheit.
An dieser Stelle setzt die energetische Medizin an und verändert mit Techniken gezielt die Gedanken und Gefühle in einer Weise, dass sie uns unterstützen und unsere Gesundheit fördern.
Dr.Dawson Church legte mit dieser mittlerweile stark überarbeiteten Ausgabe ein Standardwerk vor, auf das sich viele Autoren (Alex Loyd, Joe Dispenza u.v.m.) beziehen. Er beschreibt für Leser, die es genau wissen wollen, sehr fundiert die Grundlagen der energetischen Medizin. Wer die fachlichen Informationen lieber überlesen möchte, findet z.B. die Klopftechniken leicht verständlich erklärt ebenso wie die Wirkung von Akupunktur, Magnetfeldtherapie, Meditation, und Visualisierungsübungen, aber von von Spiritualität. Unverzichtbar als Grundlage!

[Dawson Church: Die neue Medizin des Bewusstseins]

Dawson Church: Die neue Medizin des Bewusstseins








Wie Ihr Gehirn Sie steuert

Ulrich Dirnagl, Jochen Müller - Ich glaub, mich trifft der Schlag"


Das Gehirn, dargestellt als große Firma, in der miteinander, aber auch gegeneinander gearbeitet wird: Gehirn- und Körper sind durch eine Barriere voneinander getrennt, geschützt von Türstehern, die verhindern, dass Teufel die Büroangestellten angreifen können. Dieses Bild verwenden die Autoren um den Mechanismus der Blut-Hirn-Schranke zu erläutern. Im Bild sind die Teufel Viren oder Bakterien, die davon abgehalten werden sollen, die Nervenzellen (Büroangestellte) anzugreifen. Konsequenterweise wird aus dem Kortex der CEO der Firma, aus dem Hypothalamus der Hausmeister, so dass man sich deren Funktionen im Gehirn leichter vorstellen kann.
Die Neurobiologen Prof. Dr.Ulrich Dirnagl von der Berliner Charité und Science-Slammer Dr.Jochen Müller erklären die Funktionen des Gehirns über die möglichen Fehlfunktionen an Hand von Krankheiten wie Migräne, Schlaganfall, Epilepsie, multiple Sklerose, Parkinson, Demenz und Alzheimer. Es bleibt aber nicht allein bei der Beschreibung der Fehlentwicklungen. Ergänzt wird jedes Kapitel von möglichen Therapien und aktuellen Forschungsergebnissen.
Es gibt bereits eine grosse Bandbreite an populären Titeln aus den Neurowissenschaften am Markt, aber keines, das die Funktionsweise des Gehirns so leicht verständlich und anschaulich dargestellt. Das Buch liest sich kurzweilig wie ein Roman und vermittelt dabei teilweise mit witzigen Zeichnungen ein Grundwissen, das nicht nur für die von den Krankheiten Betroffenen grundlegend ist. Lieblingsbuch!


[Ulrich Dirnagl, Jochen Müller: Ich glaub, mich trifft der Schlag]

Ulrich Dirnagl, Jochen Müller: Ich glaub, mich trifft der Schlag









Glück als Schlüssel zum Erfolg

Emma Seppälä - Der Trick mit dem Glück


In der westlichen Welt betrachtet man harte Arbeit als Voraussetzung für beruflichen und persönlichen Erfolg und als Weg zum persönlichen Glück. Neurowissenschaftliche Forschungen beweisen das Gegenteil: wenn wir entspannt sind und uns von positiven Emotionen leiten lassen, sind wir nicht nur auf dem Weg zu unseren Zielen glücklicher, sondern auch insgesamt erfolgreicher. Indem wir die Welt anders erleben, Menschen zugewandter und freundlicher begegnen, entstehen neue Möglichkeiten. Wir entwickeln neue Ideen, machen angenehmere Erfahrungen, gehen entspannter mit kritischen Bemerkungen um, wir ruhen zufrieden in uns und der Welt.
Was vom Titel zunächst eher austauschbar erscheint, entpuppt sich als fundierter Ratgeber auf neurowissenschaftlicher Basis. Dr.Emma Seppälä ist Leiterin des Zentrums für Mitgefühl und Altruismus Forschung an der Elite-Universität Stanford. Gerade am Beispiel der Stanford-Studenten beschreibt sie aus der eigenen Erfahrung den hohen Erfolgs- und Leistungsdruck und den damit verbundenen Stress. Sie entwickelt auf der Grundlage diverser Studien aus Psychologie und Resilienz Forschung sechs Strategien zum Glück. Dazu gehören u.a.


-Leben in der Gegenwart: Präsenz und Achtsamkeit
-Ruhe finden mit Atemübungen
-Mitgefühl für sich selbst entwickeln
-Kreativität durch Auszeiten


Sie widerlegt Vorstellungen und Überzeugungen, wonach man hart arbeiten und sich auf seine Ziele fokussieren muss, um erfolgreich zu sein.
Dr.Seppälä erläutert diesen kaum bekannten Aspekt des Erfolgs: nicht das angestrengte Suchen nach Ideen und Lösungen und die Fokussierung bringen den Erfolg. Zwar geht es nicht ohne eine bestimmte Absicht, doch erst durch die Öffnung der Aufmerksamkeit, durch das Weiten des Blicks, erhält das Gehirn die Möglichkeit wirklich kreativ zu sein und neue Wege zu gehen. Die praktischen Tipps zur Umsetzung machen das Buch zu einem gelungenen Ratgeber.

[Emma Seppälä: Der Trick mit dem Glück]

Emma Seppälä: Der Trick mit dem Glück




Auf dem Weg zur Yogini im alten Tibet

Ulli Olvedi - Die Yogini


Auf dem Sterbebett erzählt eine tibetische Nonne die Geschichte einer Tibeterin aus dem 18.Jahrhundert mit der Bitte diese Geschichte weiterzugeben.
Lenjam lernt als Adoptivtochter eines Gutsherrn im Tibet des 18.Jahrhunderts mit ihrer Schwester das Lesen und bekommt eine religiöse Ausbildung bei einem Lama. Sie wächst in einer wohlhabenden Familie auf und geniesst die Privilegien ihrer Gesellschaftsschicht. Götter und Dämonen des tibetischen Buddhismus sind ihr ebenso vertraut wie dessen Lebensweisheiten.
Lenjam reist mit ihrer Familie in einer Karawane in die Hauptstadt Llasa und flüchtet dort vor dem Ansturm der einfallenden Mongolen. Sie ist entschlossen den Weg einer Yogini nach den Lehren des tantrischen Buddhismus zu gehen, und sie geht diesen Weg beherzt, immer wieder mit ihren eigenen Schwächen konfrontiert, die sie im Spiegel der buddhistischen Lehren betrachtet.
Die Wissenschaftsjournalistin Ulli Olvedi ist ausgebildet in buddhistischer Philosophie und Psychologie sowie Meditation. Sie gründete eine Hochschule für tibetische Medizin in Kathmandu und ist Autorin diverser Romane und Sachbücher. In diesem spannenden Frauen- und Abenteuerroman vermittelt sie fast nebenbei die Weisheiten des tibetischen Buddhismus. Lenjams Erkenntnis, dass wir unser Leiden ebenso wie unser Glück selbst schaffen, vermittelt sich dem Leser sehr nachdrücklich. ¿Wenn du wissen willst, wer du warst, dann schau, wer du bist. Wenn du wissen willst, wer du sein wirst, dann schau, was du tust.¿ LesensWert!


[Ulli Olvedi: Die Yogini]

Ulli Olvedi: Die Yogini









Nahtoderfahrung eines Materialisten

Rajiv Parti, Paul Perry - Erwachen im Licht


¿Ich habe Sie und Ihre Kollegen im Operationssaal beobachtet¿, sagte der Patient zum Anästhesisten nach der Operation beim Aufwachen. Der Arzt reagiert mit dem Spritzen eines antipsychotisch wirkenden Medikamentes. Trotz sehr detaillierter Beschreibungen verweist er das von etlichen Patienten Gehörte in das Reich der Phantasie. Jahre später versucht er sein eigenes Nahtoderlebnis seinen Standeskollegen zu vermitteln und wird auf ähnliche Weise belächelt und zurückgewiesen.
Der erfolgreiche Anästhesist indischer Herkunft Ragjiv Parti steigt die Karriereleiter immer höher, eröffnet schliesslich sogar seine eigene sehr erfolgreiche Klinik. Seine Häuser und Autos werden immer grösser und luxuriöser, in seinen Patienten sieht er vor allem die Einkommensquelle.
Ärzte werden nicht krank, so seine Vorstellung, bis er eines Tages die Krebsnachricht erhält. Viele Operationen später, chronische Schmerzen, wütend, depressiv und tablettensüchtig: er befindet sich in einer lebensbedrohlichen Abwärtsspirale. In einer von Ärzten als nahezu aussichtslos betrachteten Notoperation wird er von den Ärzten in einen Zustand der Bewusstlosigkeit geführt, in dem er nichts denken und fühlen kann. Und was aus ärztlicher Sicht nicht sein kann, erlebt er dann selbst: Sein Bewusstsein löst sich aus seinem Körper, er sieht seine geöffnete Bauchhöhle, riecht den Eiter ebenso wie die Desinfektionsmittel und hört die Operateure reden und Witze machen.
Er durchlebt noch einmal sein auf materielle Aspekte fokussiertes Leben und begegnet seinem Vater, zu dem er kein gutes Verhältnis hatte. Er beginnt dessen Leben zu begreifen und seine eigene schwierige Beziehung zu seinem ältesten Sohn. Er begegnet Lichtwesen mit einer höheren Intelligenz voller Liebe und beschliesst sein weiteres Leben der Bewusstseins-basierten Heilung von Krankheiten zu widmen. Nach seinem Aufwachen gibt Rajiv Parti seine Arbeit als Anästhesist auf, verkauft Haus und Autos und betrachtet sich seitdem als spiritueller Heiler. Er lehrt, dass Krankheiten Symptome sind, die von der Seele gesandt werden, um im spirituellen Sinne ganz und heil zu werden. Er erkennt, dass alles, was zur Heilung notwendig ist, sich im Menschen selbst befindet und nur von ihm selbst entdeckt und erkannt werden kann, z.B. in der Meditation.
Fazit: Auch wenn das Nahtoderlebnis einem als nicht betroffenem Leser fremd bleibt, so entwickelt dieses Buch doch seine Wirkung durch seine spirituelle Tiefe und den Wandel eines Materialisten zum Sinnsuchenden.

[Rajiv Parti, Paul Perry: Erwachen im Licht]

Rajiv Parti, Paul Perry: Erwachen im Licht





Als ob nichts gut sein darf

Matthias Lohre - Das Erbe der Kriegsenkel


Die Kinder der Kriegskinder, die zum größten Teil in den 60er Jahren geboren wurden, wuchsen in materiellem Wohlstand und ohne die Leiden des Kriegs auf. Ihre Eltern waren im Krieg Kinder, die Meisten von ihnen gar nicht einmal direkt betroffen von den Schrecken des Krieges. Dennoch erleben deren Kinder noch als Erwachsene vielfach lähmende Ängste, unbegründete Sorgen um ihre existenzielle Sicherheit und das Gefühl nie gut genug zu sein und sich nicht wirklich freuen zu dürfen über das Leben oder ihre persönlichen Erfolge. Das Streben nach Perfektionismus prägt vor allem die Frauen unter ihnen. Dass Kriegskinder den Krieg als traumatisch erlebt haben, ist bekannt, dass auch die Kriegsenkel betroffen sind, weniger.
Der Journalist Matthias Lohre geht nach dem mysteriösen und tödlichen Falschfahrerunfall seines 80-jährigen Vaters auf Spurensuche. Mehr und mehr entdeckt er in Gesprächen mit den letzten Zeitzeugen hinter seiner freundlosen und disziplinierten Kindheit die Störungen in seinem eigenen Leben: seine Existenzangst und ein Perfektionismus, der ihn häufig bis weit über seine Grenzen in die Nähe des Burnout bringt. Er stößt auf Mythen, die in Zusammenhang mit jüdischen Nachbarn entstanden und findet hier die Ursache der familiären Probleme.
Die Kriegskinder haben ihren eigenen Kindern zwar nicht ihre Traumata vererbt, aber den Umgang damit: Schweigen, diffuse Angst, Gefühlskälte. Die heute erwachsenen Kriegsenkel erlebten bei ihren Eltern einen Nebel, der jede Freude, jede Lebendigkeit ersticken wollte, immer mit dem Ziel zu funktionieren und nicht aufzufallen. "Sei still", "tu uns das nicht an", das sind nur einige dem Autor sehr vertrauten Redewendungen seiner Kindheit, die mehr als 75 Jahre nach Kriegsende vermutlich noch in Millionen von Menschen noch nachhallen und deren Leben in Form von chronischem Stress beeinflussen. Sich diese Mechanismen bewusst zu machen ist zwar bedrückend, aber auch erhellend und befreiend"

[Matthias Lohre: Das Erbe der Kriegsenkel]

Matthias Lohre: Das Erbe der Kriegsenkel









Geist heilt Materie

Clemens Kuby - Mental Healing - Gesund ohne Medizin


Ist Geist die Ursache von Materie? Oder ist Materie die Ursache von Geist? In unserem materiellen Zeitalter sind die meisten Menschen der Meinung, dass Materie nur sich heraus besteht. Auch unsere westliche Medizin ist von diesem Denken geprägt. Alle alten Philosophien und Religionen hingegen sind sich bei aller Unterschiedlichkeit in diesem einen Punkt sehr einig: am Anfang ist der Geist.
Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen real Erlebtem einerseits und Vorstellungen und Visionen andererseits. Auch die vermeintlich objektiv wahrgenommene Realität ist höchst subjektiv und individuell. Unsere Vorstellungen erleben wir als so real, dass sich daraus biochemische und elektrische Aktivitäten in unserem Gehirn und Körper ableiten. Selbst ausgeprägte Materialisten sind in der Lage in einem guten Kinofilm ein lediglich auf der Leinwand existierendes Geschehen als real zu erleben- mit emotionalen und körperlichen Reaktionen.
Clemens Kuby, der bekannte Filmemacher, nutzt die Kraft der Imagination für Heilungsprozesse: Der Mensch als Schöpfer seiner Wirklichkeit, ist also in der Lage seine Realität mit allen körperlichen Konsequenzen selbst zu kreieren. Kuby begründet dies, ebenso wie Joe Dispenza, mit Hinweis auf die aktuelle Hirnforschung. Er selbst hat sich vor vielen Jahren nach einer als irreversibel diagnostizierten Querschnittslähmung mit Hilfe eines Prozesses geheilt, den er als Seelenschreiben® weiterentwickelt hat. Sein Ansatz ist es, den Punkt zu finden, an dem die Störung entstanden ist, und diesen Punkt und die weitere Entwicklung buchstäblich umzuschreiben. Eine verblüffend einfache Methode mit grosser Wirkung!

Clemens Kuby: Mental Healing - Gesund ohne Medizin





Bausteine für ein gesundes Leben

Deepak Chopra, Rudolph E. Tanzi - Super-Gene


Menschen sind durch ihre Gene einzigartig, aber selbst bei eineiigen Zwillingen entwickelt sich die Genexpression (welche Gene wie zum Einsatz kommen) sehr unterschiedlich. Was den Einen krank macht, zeigt beim Anderen keine Auswirkung. Die neue Wissenschaft der Epigenetik kann beweisen, dass die Gene nur einer von mehreren in Wechselwirkung stehenden Faktoren sind, die Krankheiten auslösen. Eine direkte Vererbung von Krankheiten gibt es nur in etwa 5% der Krankheiten, in den meisten Fällen handelt es sich um eine Prädisposition. Ob die Krankheit tatsächlich auftritt, hängt von beeinflussbaren Faktoren ab.
In ihrem neuen bemerkenswerten Buch beschreiben Dr. Deepak Chopra, Internist und Spezialist für ayurvedische Medizin, und Dr. Rudolph Tanzi, Professor für Neurologie und Alzheimer-Spezialist, welchen Einfluss Umwelt, Verhalten, Ernährung und Lebensstil in der Entstehung von Krankheiten haben. Sie beschreiben detailliert wie sich durch eine Veränderung des Lebensstils nicht nur Vorbeugen lässt, sondern sich Schritt für Schritt Super Gene entwickeln lassen.
Der 1.Teil enthält eine Einführung in Bau und Funktionsweise des Genoms und die Entstehung von Krankheiten über die Genregulierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Beschreibung des Mikrobioms, der Bakterienkolonien, aus denen wir zu einem wesentlichen Teil bestehen: 90% unserer Zellen sind Mikroben, ca. 100 Milliarden an der Zahl. 23000 menschliche Gene stehen 1 Million bakterieller Gene gegenüber. Ist das Gleichgewicht im Mikrobiom gestört, entstehen gesundheitliche Probleme unterschiedlichster Art. Neben Genom und Mikrobiom spielt das Epigenom als Speicher der kurzfristigen genetischen Aktivitäten eine wichtige Rolle. Es sind Einflüsse der jüngsten Vergangenheit und wenige Generationen zurück. Bewiesen wurde mittlerweile, dass die Erinnerung an persönliche Erfahrungen der Vorfahren vererbt werden kann. Gene reagieren somit unmittelbar auf Erfahrungen, alle seelischen und körperlichen Erfahrungen nehmen daher Einfluss auf die Gene.
Der umfangreiche 2.Teil bietet sehr konkret Lösungsansätze für einen Gesundheits-fördernden Lebensstil. Schwerpunkte sind Ernährung, Stress, Bewegung, Meditation, Schlaf und Emotionen. Zur Erleichterung der Umstellung wird ein 3-stufiges Programm empfohlen.

[Deepak Chopra, Rudolph E. Tanzi: Super-Gene]

Deepak Chopra, Rudolph E. Tanzi: Super-Gene






Gesundheit beginnt im Gehirn

Sabine Goette - Selbstheilung


Die Schulmedizin, die zwar jede Zelle im Detail untersucht und dabei vergisst, dass Menschen mehr sind als eine Maschine, wird immer häufiger zum Problem für Kranke. Wo aber fängt Krankheit an, wo hört Gesundheit auf? Welche Wirkung entwickelt Stress auf Körper und Gehirn? Wie müsste eine ganzheitliche Medizin aussehen? Welche Rolle spielen unsere Gedanken, unsere Emotionen?
Sabine Goette, Wissenschaftsjournalistin und Filmemacherin einer TV-Dokumentation zum Thema Heilkraft des inneren Arztes auf ARTE, fasst in dieser exzellenten Einführung zu Wegen der Selbstheilung die wesentlichen Elemente zusammen. Es ist ein lesenswertes Einsteigerbuch, das einen guten ersten Überblick bietet.
Was tut dem Gehirn gut? Macht Glück wirklich glücklich? Lässt sich mit Meditation das Denken beruhigen? Welche Rolle spielen Glauben und Erwartung? Was bewirkt der Placebo-Effekt? Wie relevant ist die Eigenverantwortlichkeit des Patienten?
Besondere Beachtung erfährt das Thema Emotionen als Sprache des Körpers. Belastende Emotionen führen zum Ungleichgewicht und zu Belastungen des Körpers, zu Symptomen. Veränderte Erfahrungen mit neuen Gedanken und Gefühlen können zur Heilung beitragen wie die vielen eingestreuten Fallgeschichten zeigen.

[Sabine Goette: Selbstheilung]

Sabine Goette: Selbstheilung









Selbstheilung mit Wissenschaft und alten Heilmethoden

Alberto Villoldo - One Spirit Medizin


Villoldo Wissen aus uralten Heilsystemen verbindet der Anthropologe Alberto Villoldo mit neuem Wissen über unsere Zellkraftwerke (Mitochondrien), dem Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikroben Systeme im Körper) bzw. dem Darm Hirn und aus der Epigenetik. Leicht und verständlich lesbar erklärt er, weshalb die Entgiftung vor allem für unser Verdauungssystem so wichtig ist und wie das mit Superfood und Nahrungs-ergänzungsmitteln unterstützt werden kann.
Die Prinzipien seiner One spirit Medizin entwickelte Alberto Villoldo zur Selbstheilung von einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Ihm gelangen damit die Neuproduktion von Nervenstammzellen seines Viren-verseuchten Gehirns und die Entgiftung seiner Leber in einem 1-jährigen Prozess.
Wie Dr. David Perlmutter empfiehlt er eine stark Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung vor allem bei chronischen Krankheiten, die auf Entzündungen zurückgehen. Gestörte und kranke Zellen ernähren sich vor allem von Zucker (Kohlenhydrate sind langkettige Zuckermoleküle). Gluten sind für viele Menschen ein Problem, selbst dann, wenn keine direkte Gluten-Unverträglichkeit besteht: Bei vielen Menschen ist die Darmwand beschädigt (leaky gut Syndrom), was dazu führt, dass die ins Blut gelangenden Gluten wie gefährliche Fremdkörper behandelt werden und eine Immunreaktion auslösen. Durch die enge Verbindung von Bauchhirn und Gehirn entsteht eine toxische Belastung des Gehirns. Der daraus erfolgende Stresszustand löst den Überlebensmodus aus, mit dem innere latente Angstzustände verbunden sind. Höhere Emotionen wie Mitgefühl finden dann keinen Platz mehr.
Im 3.Teil des Buches spielt das Denken eine wichtige Rolle, denn auch Gedanken und auf alten Erfahrungen aufgebaute Überzeugungen entwickeln eine toxische Wirkung, die bereits bestehende ungünstige Lebensstil-bedingte Einflüsse verstärken. Je mehr unsere innere Welt dadurch unter Stress gerät, umso mehr nehmen wir die äußere Welt durch diesen Filter wahr, nämlich als gefährlich und unsicher.

[Alberto Villoldo: One Spirit Medizin]

Alberto Villoldo: One Spirit Medizin







Wie Meditation heilt

Morgen- und Abendmeditation


Mit wissenschaftlichen Methoden lässt sich heute die Wirkung von Meditation auf das Gehirn messen, Gehirnkartierungen zeigen Veränderungen vor und nach der Meditation.
Erwachsene befinden sich meist in einem höher frequenten Gehirnwellen-Bereich, den Betawellen. Kommen Ärger und Stress hinzu oder andere mit negativen Gefühlen verbundene Gedanken, so drehen diese in einen noch höheren Bereich, verbunden mit einer starken Belastung des Körpers. Betazustände hat sich die Natur für den Notfall erdacht, für Kampf, Flucht, Verteidigung, aber nicht als Dauerzustand. In diesem Notallmodus sind Heilung und Wachstum nicht möglich. Hochfrequente Betawellen stören die Kohärenz von Gehirn und Körper, sie führen zu einer Stärkung des Ego, zu einer extremen Selbstbezogenheit auf Grund von Stress.
Meditation bedeutet eine Achtsamkeit im Hier und Jetzt, die Gehirnwellen verlangsamen sich in den Alpha-Bereich. Mit grosser Meditationserfahrung lässt sich die Veränderung bis in den Theta-Bereich messen. Die Kohärenz, der Gleichklang, der Körpersysteme nimmt zu, dann sind Veränderung, Wachstum und Heilung möglich.

[Dr. Joe Dispenza: Morgen- und Abendmeditation]

Morgen- und Abendmeditation






Alles ist Geist, nichts ist Materie

Joe Dispenza - Ein neues Ich


Erwartet man hier einen weiteren Ratgeber zur Selbstoptimierung oder stellt es gleich in die esoterische Ecke, so wird man spätestens nach der Einführung in die Quantenmechanik eines Besseren belehrt. Albert Einsteins berühmte Gleichung besagt, dass Energie und Materie in einem so engen Zusammenhang stehen, dass sie letztlich ein und dasselbe sind. Atome bestehen zum größten Teil aus Energie, die Schlussfolgerung, dass auch wir Menschen mehr Energie als Materie sind, liegt nahe.
Dr. Joe Dispenza, Arzt der Chiropraktik, heilte vor fast 30 Jahren sechs nach einem schweren Unfall gebrochene Halswirbel innerhalb von nur 6 Wochen, nachdem alle Ärzte als einzige Chance für ihn ein lebenslanges Stahlkorsett und chronische Schmerzen sahen. Um zu verstehen wie er diese Heilung ohne Hilfsmittel nur mit der Kraft seiner Gedanken erreichte, begann Dispenza die Neurowissenschaften intensiv zu studieren und entwickelte mit seinem auf Meditation basierenden Konzept erstaunliche Ergebnisse vor allem in seinen workshops (wo er gesund und munter über die Bühne hüpft). Wenn wir Gedanken denken, übersetzt das Gehirn diese in biochemische Signale an den Körper, der dann die zu den Gedanken passenden Gefühle entwickelt. Da Körper und Geist in Kohärenz, in Übereinstimmung miteinander arbeiten wollen, werden dadurch ähnliche Gedanken ausgelöst, die wiederum ähnliche Gefühle auslösen...
Das erklärt, warum Optimisten in der gleichen Situation andere Gedanken entwickeln als Pessimisten. Das Denken zu verändern reicht jedoch alleine nicht aus, entscheidend ist die Energie der Gefühle, denn Gefühle sind die Sprache des Körpers wie Gedanken die Sprache des Gehirns sind. Ein neuer Geist, also neues Denken und Fühlen, führt zu einem neuen Körper.
Dr. Joe Dispenza bleibt nicht bei theoretischen Erklärungen stehen. Er zeigt in diesem Praxishandbuch den Weg zu einer Veränderung, so dass Sie tatsächlich, wie der Titel es verspricht, ein neues Ich kreieren können.
Meine persönliche Bewertung: dieses Buch kann ich nicht oft genug lesen. Es ist mit seinem wissenschaftlichen Hintergrund nicht in allen Teilen leicht zu lesen. Wenn es aber um die praktische Anwendung geht, ist es sehr präzise.

[Joe Dispenza: Ein neues Ich]

Joe Dispenza: Ein neues Ich









Wo die Angst ist, geht es lang

Nina Ruge - Der unbesiegbare Sommer in uns


"Tu das, wovor Du Angst hast, und die Angst verschwindet."

Nina Ruge beschreibt ohne Sentimentalität oder Pathos Ihre innere Entwicklung: vom sehr schüchternen Kind zur jungen Erwachsenen, die versucht, alles Gelernte und Übernommene abzulegen. Mit grosser Zielstrebigkeit setzt sie ihre beruflichen Wünsche um, in der Hoffnung dabei sich selbst zu finden und neu zu definieren. Im Alltag der Fernsehmoderatorin bleibt lange aber keine Zeit für die Seele, das Aussen bestimmt immer mehr das Innen.
Sie stellt fest, dass sie wie die meisten Menschen die Hälfte des Wachzustandes nicht bewusst lebt, sondern routiniert und diszipliniert funktioniert. Nina Ruge öffnet ihre sehr persönliche Schatzkiste mit Momenten zeitlosen Glücks im reinen Bewusstsein, die es ihr erlauben, auch an stressigen Tagen deren Kraft zu spüren.
Es ist ein bemerkenswertes Buch jenseits der üblichen Lebenshilfe-Ratgeber und jenseits von Promi-Eitelkeiten. Es ist die Geschichte der Entwicklung einer Frau, die ihren Willen durchsetzt und alles erreicht, letztlich aber feststellt, dass Glück nur aus dem eigenen Innenleben kommen kann. Nina Ruge verzichtet dabei auf Rat-schläge und beschreibt das, was ihr persönlich Kraft und Erfüllung gibt.
Ruge Übungen Lesenswert nicht nur im Urlaub. Ergänzend dazu gibt es die Übungen als Geschenkausgabe mit Aphorismen und Bildern.

Nina Ruge: Der unbesiegbare Sommer in dir





Die Intelligenz unserer Zellen

Bruce H. Lipton - Intelligente Zellen, wie Erfahrungen unsere Gene steuern


Das Leben einer Zelle wird durch ihre energetische und physische Umgebung bestimmt. Mit seinen Forschungen legte der Zellbiologe Bruce Lipton bereits 1985 den Grundstein für die Erkenntnisse, die sich seitdem in den Neurowissenschaften, vor allem in der Epigenetik, entwickelt haben. Lange glaubte man an das sog. genetische Schicksal, wonach individuelle Anlagen, die Persönlichkeit und Krankheiten vererbt werden. Danach gäbe es also nur die Chance, Krankheiten mit medizinischen Mitteln aufzuhalten oder zu heilen, die Krankheit selbst wäre unausweichlich, der Mensch ein Opfer der Vererbung.
Bruce Lipton erkannte in seinen Forschungen mit Zellkulturen, dass Störungen in Zellen nicht in der Zelle selbst ihre Ursache haben, sondern in ihrer Umgebung. So beeinflussen die Lebenserfahrungen von Eltern bei Kindern deren Genregulation . Tatsächlich sind Gene nicht mehr als eine Art Entwurf für die weitere Entwicklung jeder einzelnen Zelle und damit des gesamten Lebewesens. An- oder abgeschaltet werden Gene durch Verhaltensweisen, Gedanken und Glaubenssätze, die so vertraut sind, dass sie ins Unterbewusstsein sinken und automatisch abgespult werden. Es erfolgen daher gewohnheitsmässige Reaktionen auf Signale der Aussenwelt, die die immer gleichen Gedanken und Verhaltensweisen, Emotionen und Gefühle, auslösen. Dem über das Bewusstsein mit Affirmationen oder positivem Denken gegenzusteuern, bleibt wirkungslos bzw. erzeugt massiven psychischen Stress , da das Unterbewusstsein stärker ist.
Auch heute noch gehört "Intelligente Zellen" zu den wichtigsten Werken zum Thema Epigenetik. Leicht verständlich und spannend beschreibt der Wissenschaftler Bruce Lipton wie unser Denken und Fühlen bis in jede einzelne unserer Zellen hineinwirkt.
Ein Basiswerk, das jeder lesen wollte, der sich für seine eigene Entwicklung und Gesundheit interessiert. Viele der in diesem blog vorgestellten Titel basieren auf den Forschungen von Bruce Lipton. Die jetzt vorgelegte Neuauflage wurde unter Berücksichtigung der neuesten Forschungen erweitert.

[Bruce Lipton: Intelligente Zellen]

Bruce Lipton: Intelligente Zellen







3:1 für positive Gefühle

Barbara L. Fredrickson - Die Macht der guten Gefühle

Positive Gefühle haben ein breites Spektrum an erforschten Wirkungen: - Die Wahrnehmung verändert sich, eine heitere und positive Grundstimmung entsteht und sorgt für mehr Kreativität in der Lösung von Problemen. - Wir erkennen mehr Übereinstimmung mit Anderen und öffnen uns für neue Erfahrungen und Beziehungen. - Entwicklung und Wachstum werden möglich, Ängste und der Wunsch nach Selbstschutz treten zurück.Positive Gefühle erzielen aber nur dann ihre Wirkung, wenn sie tatsächlich gefühlt werden. Positives Denken alleine reicht nicht aus, sondern überdeckt lediglich die tatsächlichen Gefühle und sorgt daher im Körper für zusätzlichen Stress durch die fehlende Kohärenz. Dass wir dazu neigen, eher auf negative Auslöser zu reagieren, hängt mit unserer Entwicklungsgeschichte zusammen: Ziel ist es, potenziell das Leben Gefährdendes frühestmöglich zu entdecken und über die dafür existierende Stress-Reaktion (Angriff, Flucht oder Verteidigung) unsere Existenz zu sichern. Unser Gehirn funktioniert auch in sicheren Zeiten nach diesen urzeitlichen Prinzipien.
Barbara Fredrickson hat mit diesem Titel ein bis heute unerreichtes Standardwerk aufgelegt. Die Professorin für Psychologie konnte in zahlreichen Studien nachweisen, dass positive Gefühle die Fähigkeit, mit Stress umzugehen (Resilienz) und damit die Gesundheit fördern. Sie hat ein Programm u.a. mit an Achtsamkeit und Meditation angelehnten Techniken entwickelt, das es auch Menschen mit von Natur aus weniger positiver Grundhaltung ermöglicht, den Gefühlsquotienten zu verändern: Wenn als Ergebnis dann 1:3, also einem negativen Gefühl drei positive Gefühle gegenüberstehen, dann entsteht eine positive Aufwärtsspirale. Die positiven Gefühle führen zu einer verstärkten Wahrnehmung von positiven Aspekten. Negative Gefühle verlieren dauerhaft ihre Dominanz zu Gunsten einer positiv gefühlten und gelebten Grundeinstellung.
Fazit: ein nicht ersetzbares Standardwerk, leicht zu lesen für Laien, aber mit viel Hintergrundwissen.

[Barbara L. Fredrickson: Die Macht der guten Gefühle]

Barbara L. Fredrickson: Die Macht der guten Gefühle





 

Krankheit als Weg zum Ganz-Sein

Peter Michel, Katarina Michel - Spontanheilung

Betrachtet man körperliche Probleme als Symptome für ein sich in Unordnung befindliches System, dann liegt die Lösung, die Heilung , in der Neuordnung des Systems. Krankheiten beinhalten danach also bereits eine Botschaft über das, was wir lernen sollen und das, was verändert werden soll, um uns ganz und "heil" werden zu lassen.
Die moderne Medizin setzt an den Symptomen an, die zum Verschwinden gebracht werden können, aber letztlich keine Heilung bewirken, so dass in der Folge andere Symptome an anderer Stelle auftreten.
Ebenso wie der tiefere "Sinn" der Krankheit sind auch die Wege zur Heilung unterschiedlich. Die Heilung blockierende Gefühle von Wut oder Unversöhnlichkeit ( Lesetipp: Healing Code ) verändern die Möglichkeiten zur Heilung. Heilung ist damit nicht selbstverständlich und nicht immer erreichbar. Zahlreiche dokumentierte Spontanheilungen zeigen vor allem: Voraussetzung ist in fast allen Fällen eine vollständige Veränderung des Bewusstseins, ein Ganz-werden und ein Leben in Übereinstimmung mit dem inneren Kern und seiner Bestimmung.
"Alles, was aus der Ordnung, nämlich der Ordnung der Welt, herausfällt, wird zum Chaos und letztlich zur Krankheit. In diesem tieferen Sinn ist Krankheit ein Herausgefallensein aus der Ordnung... Heilung kann und darf daher nur dann stattfinden, wenn die innere Ordnung wiederhergestellt werden kann."
Katharina und Peter Michel, Verleger und Buchautoren, machen jenseits von esoterischem Wunschdenken Mut zur Veränderung und geben einen exzellenten Überblick über Hintergrund und weiterführende Literaturhinweise zum Thema Spontanheilung. Bemerkenswert in seiner Kürze und inhaltlichen Dichte, auch dank der profunden Querverweise.

[Peter Michel, Katarina Michel: Spontanheilung]

Peter Michel, Katarina Michel: Spontanheilung





 

Gesund und Kohlenhydratarm

Bettina Matthaei - KetoKüche mediterran

Low carb zu Gunsten einer fettreichen Ernährung mit gesunden Fetten wie nativem Olivenöl liegt nicht nur im Trend, sondern wird von Medizinern als wesentlicher Faktor vor allem für die Gehirngesundheit gesehen.
(Mehr dazu finden Sie bei diesen Buchtipps Gehirn-Gesundheit und Wie Faszientraining, Ernährung... heilen )
Die mediterrane Küche (Stichwort Kretadiät) gilt seit langem als Faktor für ein gesundes und langes Leben durch die Bevorzugung von Gemüsen, Salaten, Fisch und Olivenöl. Pizza und Pasta allerdings passen nicht zur low carb-Ernährung.Die erfahrene Köchin Bettina Matthaei hat daher u.a. ein Pizza-Rezept entwickelt, das auf Mehl verzichtet. Ihre Pizza Mozzarella enthält stattdessen Leinmehl, Frischkäse und Mandeln für den Teig.
Für beliebte vegetarische Gerichte , die meist kohlenhydratreich ausfallen, hat sie sättigende low carb-Varianten. Da Bettina Matthaei darüber hinaus durch ihre Koch- und Gewürzseminare auf den Kreuzfahrten der MS Europa als überragende und begeisternde Gewürzexpertin bekannt ist, überzeugen ihre Rezepte nicht zuletzt durch überraschende Gewürzkomponenten.

[Bettina Matthaei: KetoKüche mediterran]

Bettina Matthaei: KetoKüche mediterran





 


Wie Empathie und Mitgefühl uns stärken

Thupten Jinpa - Mitgefühl

Selbstloses, anderen Menschen zugewandtes Verhalten wird in einer Leistungsgesellschaft häufig als naiv abgewertet. Forschungen von Neurowissenschaftlern belegen neuerdings die Erfahrungen, die praktizierende Buddhisten seit hunderten von Jahren machen: altruistisches Verhalten bringt vor allem uns selbst Vorteile. Niedrigere Entzündungswerte und eine beruhigende Wirkung auf den längsten Hirnnerv wurden ebenso festgestellt wie positive Wirkungen auf die Zellteilung und damit auf die Verlangsamung des Alterungsprozesses. Die Herzratenvariabilität verbessert sich, mit der das Erleben von Stress bzw. von Resilienz messbar gemacht werden können.
Thupten Jinpa, Dozent an der Stanford Medical School und langjähriger Übersetzer des Dalai Lama, erläutert auf leicht nachvollziehbare Weise die Geisteshaltungen der buddhistischen Psychologie und verbindet diese mit den neuesten Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften.
Er erläutert die Bedeutung von Mitgefühl für unsere körperliche und geistige Gesundheit, z.B. auf die Bildung neuer Nervenzellen, der Neurogenese. Jinpa macht Mut zur Veränderung, sein Leben selbst und empathisch in die Hand zu nehmen. Das Buch bietet gleichzeitig eine Einführung in grundlegende Meditations - und Achtsamkeits-Techniken.

[Thupten Jinpa: Mitgefühl]

Thupten Jinpa: Mitgefühl





 

Die Kraft der Emotionen nutzen

Dzogchen Ponlop Rinpoche - Emotionale Befreiung

Emotionen, die wir als negativ bewerten, weil sie uns beeinträchtigen, beinhalten ebenso wie angenehme Gefühle eine kreative Energie. Problematisch sind daher weniger die Emotionen selbst als vielmehr unser Umgang damit, unsere Handlungen, die sich daraus ableiten. Es geht auch nicht darum, belastende Emotionen auszumerzen, sondern darum sie achtsam wahrzunehmen und in der Gegenwart zu bleiben. Achtsamkeits-Techniken ist vor allem ein (Selbst-) Gewahrsein, eine hohe Aufmerksamkeit auf die konkrete Wahrnehmung über die Sinne.
Der im Westen lebende tibetische Meister Dzogchen Ponlop Rinpoche stellt ein 3-Schritte-programm vor, mit dem es gelingt, die belastenden Emotionen wahrzunehmen, zu spüren und auch wieder loszulassen, ohne auf die Fallen und Gedankenspiele unseres Denkens hereinzufallen, die inneren Stress auslösen.
Ziel ist nicht die Selbstoptimierung, sondern eine hohe Flexibilität im Umgang mit der Energie, die in unseren Emotionen steckt.

[Dzogchen Ponlop Rinpoche: Emotionale Befreiung]

Dzogchen Ponlop Rinpoche: Emotionale Befreiung





 


Impulse zur Heilung

Norman Doidge - Wie das Gehirn heilt

Jede Erfahrung, jeder Gedanke, jeder Schmerz entsteht durch die Aktivität von Neuronen, die hemmende oder auslösende Signale erhalten. Neuronen, die häufig zusammen in Aktion treten, verdrahten sich stark, so dass das künftige gemeinsame "Feuern" erleichtert wird. So entstehen aus Trampelpfaden breite Wege bis hin zu Straßen. Das "faule" Gehirn spart dadurch bei häufig genutzten Verbindungen Energie. Chronische Schmerzen bzw. sich immer wiederholende Erfahrungen entsprechen besonders breiten Wegen. Unser Gehirn ist aber jederzeit auch in der Lage neue Verbindungen, neue Wege, herzustellen (Neuroplastizität).
Der Psychiater und Psychoanalytiker Norman Doidge beschreibt wie die Neuroplastizität genutzt werden kann, um zu heilen. Er legt damit eines der z.Zt. faszinierendsten Werke vor, das man gelesen haben muss. Grundannahme ist, dass, wenn sich die Struktur ungesunder bestehender synaptischer Verbindungen verändern läßt, sich in der Folge auch Krankheiten heilen lassen.
Schmerzpatienten z.B. lernen, dass sie die Schmerz auslösende Gehirnregion gezielt mit Aufgaben und Visualisierungen beschäftigen können, um statt die Schmerz auslösende Verbindung zu aktivieren eine neue Verbindung herzustellen. Doidge beschreibt neue Erkenntnisse über die Heilung an der Wurzel der Entstehung- im Gehirn. Alte Kenntnisse wie Heilen mit Licht, mit Schall (Tomatis-Methode), mit Bewegung (Feldenkrais) erläutert er auf Basis der neuen wissenschaftlichen Techniken.
Eine entscheidende Funktion hat dabei das parasympathische System, das beruhigend und entspannend wirkt und Wachstum und Heilung unterstützt. Es ist der Gegenspieler des Sympathikus, des Kampf-oder-Flucht-Systems, das bei jedweder Form von körperlichem, seelisch-emotionalem Stress aktiv wird. Viele der Techniken zielen daher darauf ab, das "verlärmte" Gehirn zu beruhigen, damit der Parasympathikus seiner Aufgabe von Heilung nachkommen kann.

[Norman Doidge: Wie das Gehirn heilt]

Norman Doidge: Wie das Gehirn heilt





 



Entsteht die Seele im Gehirn?

Gerhard Roth, Nicole Strüber - Wie das Gehirn die Seele macht

Liegen die Grundlagen der Seele in den neurobiologischen Prozessen unseres Gehirns? Welche Faktoren führen zu psychischen Störungen und Erkrankungen? Zentrales Thema des Neurobiologen Gerhard Roth und seiner Co-Autorin Nicole Strüber ist die Entwicklung des menschlichen Gehirns mit dem Sitz der Psyche im limbischen System, die aus drei Schichten besteht und sich weitgehend dem Zugriff über das Bewußtsein entzieht. In der ersten, untersten Schicht (Hypothalamus) liegen alle Strukturen, die uns physisch am Leben halten (Atmung, Blutkreislauf), aber auch die psychischen Grundstrukturen wie Selbstvertrauen, Mut und Temperament. Diese sog. Grundausrüstung ist genetisch bedingt. Bereits vor der Geburt findet dann ein Lernverhalten mit Anpassung an die Umwelt statt: dieses führt dazu, dass vorhandene Gene aktiviert oder abgeschaltet werden (Epigenetik).
Die Prozesse im Gehirn der Mutter liefern dazu die Vorlage, die bereits vor der Geburt kopiert werden. Kranke Prozesse, z.B. durch Traumata oder Erfahrungen der Mutter, werden bereits vor der Geburt an das Kind weitergegeben! In der zweiten Ebene findet die emotionale Konditionierung in der Amydala statt. Durch die Erfahrungen in den ersten Lebensjahren in Beziehung zur Mutter als der wichtigsten Bezugsperson entsteht eine emotionale Prägung, die weitgehend unbewußt bleibt. Auf der dritten Ebene findet das bewußte Lernen statt, das im sozialen Kontext mit den Werten der Umwelt das Verhalten steuert. Die zentrale Richtung geben jedoch immer die unteren, unbewußt wirkenden Ebenen vor! Die dritte Ebene passt deren Wirkung auf das sozial Erwünschte an.
Der Neurobiologe Roth erläutert die Konsequenzen von Traumata über die von ihm entwickelten psycho-neuronalen Grundsysteme. Das Stress-Verarbeitungssystem steigert unter Ausschüttung von Cortisol die Aufmerksamkeit und unterdrückt Entzündungen. Der Hippocampus als Gegenspieler soll seine beruhigende Funktion entfalten. Dieser Kreislauf kann jedoch durch Traumata bei der Mutter bereits gestört sein. Das zweite, wichtige System ist das Belohnungssystem, das nach Abklingen einer Stress auslösenden Situation Serotonin zur Beruhigung ausschüttet. Das dritte wichtige System, das Bindungssystem, wird im Kontakt mit der wichtigsten Bezugsperson entwickelt und mildert die Überlastung des Stress-Systems. Es ist der Schlüssel für das Wohlbefinden, weil es Störungen in den beiden anderen Systemen abschwächen kann.
Roth geht auch der Wirkung von Therapien bei psychischen Störungen nach, u.a. am Beispiel der weit verbreiteten kognitiven Verhaltenstherapie und der klassischen Psychotherapie. Die kognitive Verhaltenstherapie basiert auf der Veränderung von Vorstellungen und Überzeugungen, die übernommen oder in den ersten Lebensjahren eingebrannt wurden. Psychische Erkrankungen und Stress lassen sich jedoch nicht durch rationale Einsicht auflösen, weil die Amygdala der Ratio widerspricht. Nachweisbar wurden Erfolge immer dann erzielt, wenn die Beziehung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten besonders stark war! Auch Studien über Psychotherapie kamen zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Erfolge waren immer dann besonders groß, wenn es gelang, alternative Emotionen einzuüben und negative Emotionen wie schlechte Gewohnheiten abzulegen. Damit bestätigt letztlich ein Neurobiologe die Wirksamkeit energetischer Techniken wie dem healing code, der auf Veränderung und Heilung durch positive Emotionen setzt.
Für den Neurobiologen Roth ist die Seele untrennbar mit Hirnfunktionen und der Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter verbunden. Ein von biochemischen Prozessen unabhängiges Bewußtsein, das die Seele bestimmt, scheint nicht vorstellbar zu sein. Ganz anders sieht dies der im blog folgende Autor.

Gerhard Roth, Nicole Strüber - Wie das Gehirn die Seele macht





 

Gibt es ein vom Gehirn unabhängiges Bewusstsein?

Eben Alexander - Blick in die Ewigkeit

Das Gehirn entwickelt auf Basis der vorliegenden Informationen das Bild der wahrgenommenen Realität. Aus Sicht der Neurowissenschaft ist es also nicht mehr als ein komplexes Programm, das uns steuert. Es sitzt im jüngsten Teil des Gehirns, dem Neokortex, das den Menschen vom Tier unterscheidet. Ist dieser Bereich nicht mehr funktionstüchtig, ist ein Bewusstsein im Sinne von seiner selbst und der Welt gewahr sein nicht mehr möglich. Davon war auch der Neurochirurg und angesehene Wissenschaftler Dr. Eben Alexander überzeugt als er 2008 durch eine bakterielle Meningitis plötzlich ins Koma fiel.Durch seine Kollegen ausführlich dokumentiert, war sein Neokortex durch den Bakterienbefall 7 Tage nicht mehr funktionsfähig. Er beschreibt nach seinem Wiedererwachen Erfahrungen eines Bewusstseins in dieser Zeit, die er nach Kenntnissen der Neurowissenschaft gar nicht mehr haben konnte. Danach versuchte Dr. Alexander mit seinen Kenntnissen als Gehirnchirurg plausible Erklärungen dafür zu finden, er fand jedoch keine. Letztlich reifte in ihm die Erkenntnis, dass wir eben doch mehr sind als die Materie, die unsere Realität ausmacht.
Mein Fazit: Die sachliche Distanz des Wissenschaftlers verbindet sich mit der persönlichen und emotionalen "Nahtod"-Erfahrung und das macht dieses Buch so besonders lesenswert.
VermessungIn seinem Folgetitel stellt er Erfahrungsberichte von Menschen mit ähnlichen Erlebnissen vor, die ihn nach Veröffentlichung seines ersten Buchs erreichten. Er beschäftigt sich mit den zentralen Fragen unseres Lebens: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Aus Quantenphysik, Philosophie und Religion versucht er Erklärungen für seine Erlebnisse abzuleiten. Spürbar und berührend ist durch das ganze Buch hindurch seine Sehnsucht nach der von ihm erlebten bedingungslosen Liebe und Ganzheit. Lesenswert durch viele unterschiedliche Denkansätze und Hinweise zur weiteren Vertiefung des Themas!

[Eben Alexander: Blick in die Ewigkeit]

Eben Alexander: Blick in die Ewigkeit



Stress und Trauma heilen 2

Alex Loyd, Ben Johnson - Der Healing Code

Die Entwicklung der healing codes basiert auf der Entdeckung des Zellforschers Bruce Lipton, wonach das subjektive Empfinden von Stress eine Vielzahl von körperlichen Reaktionen auslöst. Diese dienen dazu, in lebensbedrohlichen Situationen das Überleben zu sichern. In diesen Situationen werden Funktionen wie Wachstum, Zellerneuerung und Heilung zurückgestellt. Was von der Natur als sinnvoller Mechanismus für das Überleben eingerichtet war, ist für viele Menschen Dauerzustand. Permanente Gedanken, Ängste und andere belastende Emotionen führen zu chronischem Stress mit genau den gleichen physiologischen Reaktionen wie eine das Leben bedrohende Situation. Alle Funktionen, die nicht dem kurzfristigen Lebenserhalt dienen, werden zurückgestellt. Heilung und Zellerneuerung machen nur dann Sinn, wenn das Überleben gesichert ist.
Jeder Gedanke, den wir haben, ist mit einem Bild verbunden. Tatsächlich stellten Neurowissenschaftler wie Antonio Damasio fest, dass unser Gehirn nur in Bildern arbeiten kann. Auch bei jedem Stress auslösenden Gedanken liegen (Erinnerungs-) Bilder vor, bewußt oder unbewußt. Genau hier setzt der healing code an, indem er mit dem i.d.R. aus der frühen Kindheit stammenden Bild arbeitet und die damit verbundenen Emotionen "heilt". Was zunächst ein wenig esoterisch klingt, erklärt Alex Loyd sehr einleuchtend u.a. auf Basis von Experimenten der Quantenphysik. Jede Stress auslösende Erinnerung geht nach seiner Erfahrung immer auf ein Beziehungsproblem, auf einen Konflikt mit einer wesentlichen Bezugsperson zurück. Neurowissenschaftler erklären das über die Wirkungsweise der Spiegelneuronen. Die healing codes lösen letztlich "nur" seelische Probleme. Indem die ursprüngliche Stressreaktion durch die energetische Heilung aufgelöst wird, wird der Körper in die Lage versetzt, seinen Aufgaben von Wachstum und Heilung wieder nachzukommen. Körperliche Heilung ist also eine mögliche Folge.
Die Wirksamkeit des Heilungsansatzes über die Emotionen findet sich heute in einer Vielzahl von Untersuchungen von Neurowissenschaftlern und über einen medizinischen Standardtest: Dieser Herzratenvariabilitäts-Test gilt in der Medizin als sog. Goldstandardtest, also als Test ohne mögliche Placebo-Effekte. Er prüft die Stressbelastung des autonomen Nervensystems.
Instant Heilung mit dem healing code als 6-Minuten-Heilmethode wie im Untertitel angekündigt? Ja und nein. Ja, weil körperliche Probleme auch von vielen Schulmedizinern als Manifestation von emotionalen und psychischen Themen betrachtet werden und bei der Anwendung häufig ein schneller Erfolg in der Rückbildung von leichteren Symptomen erzielt wird. Nein, weil die eigentliche Wurzel des Problems meist tiefer liegt. Mindestens 6 Minuten sollte die Anwendung erfolgen (daher der Untertitel), eine Spontanheilung erfolgt auch lt. Alex selbst nur sehr selten bei einmaliger Anwendung. Alex Loyd entwickelte die healing codes vor über 20 Jahren. Auslöser war sein Herzenswunsch, seine manisch-depressive Frau von ihrem Leiden zu heilen, was ihm bis heute nachhaltig gelungen ist. Ideen und Ansätze anderer Therapien sind erkennbar darin eingeflossen, in der Wirkung geht der healing code aber weit über diese hinaus. Neben den ursprünglich entwickelten individuellen Codes und dem im Buch vorgestellten Universalcode gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlichster Kombinationen und Reihenfolgen der vier Grund- Handhaltungen, je nachdem welche Emotion in Bezug zu welchem Körpersystem angesprochen werden soll.
Mein persönliches Fazit: Die Arbeit mit den healing codes führte in meiner Selbstanwendung zu bemerkenswerten Rückbildungen von Symptomen bis hin zu einer Veränderung in Selbst-Wahrnehmung und Wertschätzung Anderer.

[Alex Loyd, Ben Johnson: Der Healing Code]

Alex Loyd, Ben Johnson: Der Healing Code





 

Stress und Trauma heilen 1

Peter A. Levine - Vom Trauma befreien

Mit Traumata bringt man vor allem Kriegserlebnisse und körperliche Mißhandlungen in Verbindung. Tatsächlich erlebt fast jeder Mensch in seinem Leben Erfahrungen, an die sich unser Körper als lebensbedrohlich erinnert. Dies können Unfälle jeder Art sein, ebenso aber auch seelische Verletzungen durch unbedachte Worte Erwachsener in den ersten 7 Lebensjahren. Die daraus resultierenden posttraumatischen Störungen lösen noch Jahrzehnte später beim Erwachsenen automatisch Stress und unangemessenes und meist unerwünschtes Verhalten aus.
Typisch für eine traumatische Situation ist der wahrgenommene Verlust der Handlungsmöglichkeit. Der Körper bereitet sich auf Flucht, Angriff oder Verteidigung vor. Wird die dafür aufgebaute körperliche Spannung nicht in Bewegung umgesetzt, friert sie ein und führt noch viele Jahre später zu physischen und psychischen Problemen.Der Psychologe Peter A. Levine hat in langjähriger Praxisarbeit und Forschung festgestellt, dass Tiere in einem natürlichen Impuls die im Körper fest sitzende Energie durch Zittern und Schütteln intuitiv sofort wieder auflösen. Menschen tun dies i.d.R. nicht. Aus einem eigenen Unfallerlebnis heraus beschreibt er, was in der traumatischen Situation in ihm ablief und wie er die Wirksamkeit dieses einfachen Mechanismus am eigenen Körper testen konnte.
Mit den von ihm entwickelten Klopftechniken lassen sich Traumata auch nach vielen Jahren noch aus dem Körper befreien- mit teils erstaunlichen Folgen auf körperliche und emotionale Symptome. In seinem Praxisbuch zeigt er leicht verständlich wie der Stress wieder aufgelöst werden kann.

[Peter A. Levine: Vom Trauma befreien]

Peter A. Levine: Vom Trauma befreien



Lesenswert ist "Sprache ohne Worte" als eines seiner letzten Bücher, in dem er seine Praxiserfahrungen mit neueren Erkenntnissen aus Gehirnforschung und Neurobiologie verbindet.

[Peter A. Levine: Sprache ohne Worte]

Peter A. Levine: Sprache ohne Worte





 

Yin-Yoga gegen Stress

Helga Baumgartner - Yin Yoga

Noch ein Yoga-Stil? Die derzeit in den Studios gelehrten Stile unterstützen vor allem Yang-Anteile und dienen der Bildung von Kraft und Ausdauer. Menschen, die unter Strom stehen, neigen aber ohnedies dazu, bis an ihre körperlichen und geistigen Grenzen zu gehen. Ein körperlich anstrengender Yogastil baut zwar Adrenalin im Körper ab und reduziert die Anspannung, schwächt aber die unterversorgten Yin-Meridiane zusätzlich. Jedes Leben wird von zwei gegensätzlichen Kräften beherrscht. Diese Kräfte stehen sich einerseits konträr gegenüber, andererseits ergänzen sie sich und bilden erst gemeinsam das vollkommene Ganze. Diese Kräfte werden Yin und Yang genannt. Sie stehen für Tag und Nacht, männlich und weiblich, Sommer und Winter, Spannung und Entspannung usw. Der Körper versucht stets sein Gleichgewicht, die Homöostase, als Balance zwischen den Extremen zu erreichen. Auch die Energieleitbahnen der TCM im Körper, die Meridiane, sind paarweise zu betrachten: zum Yin-Meridian Lunge gehört der Yang-Meridian Dickdarm, zum Yin-Meridian Niere gehört der Yang-Blasen-Meridian. Ein Ungleichgewicht in eine Richtung oder die Einwirkung von Emotionen beeinträchtigen den Energiekreiskauf.
Die aktive Seite, der Yang-Anteil, ist in unserer Gesellschaft häufig überbetont und wird durch die Verschiebung der Organuhr (z.B. spätes Abendessen und spätes Zu-Bett-gehen) noch verstärkt. Zum Ausgleich ist daher eine sanfte Form des Yoga, die Unterstützung der Yin-Meridiane ein Ansatz, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Im Gegensatz zum modernen Yoga basiert der traditionelle Yoga auf dem achtsamen und sehr langen Halten der asanas. Indiz dafür ist die ruhige und gleichmäßige Atmung, die auch auf der mentalen Ebene zu Ent-Spannung und Befreiung von Stress führt.

[Helga Baumgartner: Yin Yoga]

Helga Baumgartner - Yin Yoga





 

Grüne smoothies - Lebensenergie durch die Ernährung

Burkhard Hickisch - Was uns wirklich nährt

Smoothies sind ein Trendthema, aber meist durch ihren hohen Fruchtzuckergehalt nicht gesund. Grüne smoothies enthalten nur kleine Mengen Obst, sind eher herb und für von Süße verwöhnte Gaumen ungewohnt. Sie bieten dabei einige Vorteile, denn wer Rohkost nicht verträgt, wie die meisten Menschen, wer keine Lust auf das Zermahlen von großen Mengen Grünzeug hat und zugleich eine Vital- und Ballaststoffreiche Ernährung möchte, der sollte einen Versuch wagen. Was Burkhard Hickisch, Ernährungsexperte und smoothie-Fan beschreibt, ist mehr als ein kurzlebiger Trend. Mit den Biophotonen als Phänomen der Quantenphysik wies ein Physiker vor 40 Jahren erstmals die Lichtstrahlung in lebendigen Zellen nach. Viele Wissenschaftler vermuten, dass unser gesamtes Universum auf Information basiert. Man denkt dabei sofort an die Wirkung von Homöopathie: auch in den Hochpotenzen ist keine Substanz mehr nachweisbar, die Wirkung erfolgt über die enthaltene Information. Die Einwirkung des Sonnenlichts ist in frischem Grün besonders intensiv und daher die Information am Stärksten. Um die Energie des Grüns aufzunehmen, müßten wir uns in hohem Maße von diesem ernähren. Da zudem die meisten Menschen Rohkost nur schlecht verdauen können, ist die Erfindung des Powermixers ein Geschenk: er schließt die unverdaulichen Zellulosewände der Pflanzenzellen auf und versorgt uns in kürzester Zeit mit allen benötigten Vitalstoffen in hoher Qualität. Smoothies können daher selbst als leichte Abendmahlzeit genossen werden.
Viele Effekte, die Hickisch beschreibt, habe ich ungläubig belächelt und unter Esoterik abgelegt, z.B. dass die Zellen jubilieren. Nach 1 Jahr Leben mit dem täglichen Smoothie aus (möglichst Bio) Grünzeug (auch "Unkraut" aus dem Garten!) möchte ich nie wieder darauf verzichten. So Energiereich und vital habe ich mich in den letzten Jahrzehnten nicht gefühlt. Mein Tipp: Mit Kokosflocken, Kokoswasser und Sonnenblumenkernen aufgepeppt machen sie satt und zufrieden.

Burkhard Hickisch: Was uns wirklich nährt

Empfehlungen 2015



Leben mit dem Trauma der Vorfahren

Udo Baer, Gabriele Frick-Baer - Kriegserbe in der Seele

Besonders leicht lernen wir im sozialen Kontakt. Das verdanken wir den Spiegelneuronen, über die wir mit anderen Menschen, vor allem wichtigen Bezugspersonen, in Resonanz gehen. Indem wir uns auf Andere einstimmen und mitschwingen, bauen wir unser Wissen auf, denn Lernen findet vor allem in sozialem Kontakt statt. Leider übertragen sich auf diese Weise auch weniger förderliche Erfahrungen wie die Folgen der von Vorgenerationen übertragenen Traumata. Nicht das Trauma selbst wird weitergegeben, aber der (oft stumme) Umgang damit, der das Überleben ermöglicht. Überhöhter Leistungsdruck, die Angst zu verreisen oder die Unfähigkeit Trost anzunehmen: oft sind es keine eigenen Verhaltensmuster, die uns Probleme verursachen oder blockieren, sondern von Eltern und Großeltern oder noch früheren Generationen übernommene.
Die Psychologen Dr. Udo Baer und Dr. Gabriele Frick-Baer beschreiben an Hand einer Vielzahl von Beispielen die Folgen von Kriegs-traumatischen Erlebnissen, die heute noch auf die Folgegenerationen wirken, entweder durch irritierendes Verhalten von Großeltern und Eltern, aber eben auch durch eigene Muster, die nicht angemessen scheinen: "Es wird alles aufgegessen", "nur nichts wegwerfen, alles aufheben", "da muss ich alleine durch" oder "stell dich nicht so an" - manches davon läßt sich bei genauerer Betrachtung auf die Folgen von Kriegserfahrungen zurückführen.
Das Buch schafft Verständnis für die Opfer der Kriege, die Täter waren, oder Opfer und durch ihre Erlebnisse zu Tätern wurden. Es macht Mut, über das Leid des übernommenen Traumas hinauszugehen und den eigenen inneren Kern zu finden. Und es nimmt Lasten von Schultern, auf die sie nicht gehören und nimmt so auch körperlichen Stress.
Die Psychologen geben auch Hilfestellung mit praktischen Tipps für die Bewältigung. Nicht erwähnt sind zwei besonders wirkungsvolle Methoden, nachzulesen bei: Levines Sprache ohne Worte und Alex Loyds Healing Code.

[Udo Baer, Gabriele Frick-Baer: Kriegserbe in der Seele]

Udo Baer, Gabriele Frick-Baer: Kriegserbe in der Seele





 

Der Junge, der Lauras Leben veränderte

Laura Schroff, Alex Tresniowski - Immer montags beste Freunde

Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass es keine Fiktion, sondern eine wahre Geschichte ist. Eine erfolgreiche New Yorkerin geht an einem bettelnden schwarzen Jungen vorbei, was nichts Besonderes ist. Dann aber dreht sie aus einem Impuls heraus plötzlich wieder um und lädt den Jungen Maurice zum Essen ein. Aus einem Essen werden regelmäßige, immer Montags. Nach und nach lernt Maurice ihr Leben kennen und erstmals Regeln, die nicht die der Straße und der Gewalt sind. Laura ahnt nicht, dass Maurice immer ein Messer bei sich trägt, bereit sein Leben zu verteidigen. An Weihnachten lernt er erstmals in seinem Leben ein richtiges Familienleben und einen gedeckten Tisch kennen. Während er die Geschenke von Laura in seiner eigenen Familie verteidigen muß, erfährt Laura auch kritische Fragen zur Motivation ihres Kontaktes mit dem kleinen dreckigen Jungen.
Was diese Geschichte so besonders macht, ist, dass Laura unbeirrt zu Maurice hält, während ihre Umwelt manches Mal ihre Sicherheit für gefährdet hält. Sie sieht in Maurice vor allem das Potenzial und die Chancen. Beide erleben über viele Jahre und viele Stolpersteine ihre Freundschaft als Bereicherung: Maurice baut ein ganz normales Leben mit Arbeit und Familie auf und Laura erfreut sich an seinem Glück und gewinnt daraus für ihr eigenes Leben. Es ist fast schon ein Märchen, diese Geschichte über das vorsichtige Annähern zweier Menschen aus unterschiedlichen Welten, das in unserer Zeit eine besondere Aktualität hat.

[Laura Schroff, Alex Tresniowski: Immer montags beste Freunde]

Laura Schroff, Alex Tresniowski: Immer montags beste Freunde





 

Machen Seins-Ziele glücklich(er)?

Jens Förster - Was das Haben mit dem Sein macht

Wieviel Haben-Mittel braucht man, um glücklich zu sein? Wieviele braucht man, um sich Seins-Zielen wie Selbstverwirklichung widmen zu können? Ab wann wird aus Geld als dem Mittel zum Zweck, das man braucht, um Haben-Ziele zu erreichen, der Selbstzweck? Ab wann wird aus dem Haben-Mittel eine Droge, von der man immer mehr haben muss?
Der Professor für Psychologie Jens Förster stellt viele Jahre nach Erich Fromms "Haben oder Sein?" eine neue Psychologie von Haben und Sein vor. Er beleuchtet die Formen des Haben-Wollens, ohne dabei Konsum generell als negativ zu bewerten. Haben-Ziele bzw. -Objekte können durchaus einen ethischen oder sozialen Hintergrund für den Kauf haben. Aber nicht nur Haben-Ziele sind mit dem Erwerb materieller Güter verbunden, auch Seins-Ziele bedürfen häufig der Haben-Mittel: die Mitgliedschaft im Sportverein, die Ausrüstung für den Golf- oder Yoga-Sport. Seins-Ziele können auch versteckte Haben-Ziele sein: ein Seins-Ziel wie fit und gesund zu bleiben, kann Voraussetzung sein für den beruflichen Aufstieg oder Ansehen im sozialen Umfeld.
Seins-Mittel wie Lernen und Entwicklung werden zum Haben-Mittel, wenn sie einem Zweck wie materiellem Erfolg dienen. Ähnlich verhält es sich mit unserer Arbeit: Ist sie vorrangig Haben-Mittel, also Mittel zum Zweck des Lebensunterhalts und Konsums, so dient sie einem Haben-Ziel. Wird Arbeit aber nicht als fremdbestimmt wahrgenommen, sondern als Selbstzweck, dann kann Arbeit zum Seins-Ziel werden. Über die verschiedenen Versionen des Habens und des Seins, betrachtet Förster auch die Motive dahinter, warum wir etwas haben oder sein wollen.
Machen letztlich Seins-Ziele glücklicher als Haben-Ziele? Wer vor dem Lesen noch eine einfache Antwort darauf hatte, findet eine differenziertere Antwort und viele neue Seins-Fragen.

[Jens Förster: Was das Haben mit dem Sein macht]

Jens Förster: Was das Haben mit dem Sein macht





 

Gute Beziehungen fördern die Gesundheit

Joachim Bauer - Das Gedächtnis des Körpers

Wir sind nicht unsere Gene, d.h. genetische Anlagen werden nicht zwangsläufig in tatsächliche körperliche Vorgänge umgesetzt. Vielmehr wirken unsere sozialen Beziehungen im An- bzw. Abschalten von Genen mit. Wer das bisher für esoterisches Gedankengut hielt, kann es bei dem Freiburger Neurobiologen und Bestsellerautor Prof. Dr. Joachim Bauer nachlesen: "Aus jedem psychischen wird ein biochemischer Vorgang." Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind aus seiner Sicht "die beste Droge für die Vermeidung von Streß".
Unser Denken und unsere Gefühle, vor allem aber unsere Beziehungen steuern die Gene. Jede Beziehungserfahrung hat biochemische Folgen. Damit hat unser Umgang mit Mitmenschen, die Gefühle, die wir erleben, jeder Kontakt an der Kasse des Supermarktes mit der Kassiererin Konsequenzen auf die Steuerung unserer Körperfunktionen ebenso wie auf das Erleben von Streß und die Entstehung von Krankheiten.
Prof. Dr. Joachim Bauer: "Nur 1-2 Prozent der Krankheiten sind durch echte Genveränderung bedingt." Ob die in unseren Genen angelegten Krankheiten tatsächlich entstehen, hängt davon ab, ob diese an- oder abgeschaltet werden. Diese Genregulation erfolgt über biochemische Signale in Verbindung mit dem limbischen System, der emotionalen Zentrale unseres Gehirns. Das bedeutet, dass die Emotionen wesentlich beteiligt sind. Emotionen und damit die zwischenmenschlichen Kontakte bestimmen also ganz letztlich unsere Entwicklung ebenso wie unsere Gesundheit.
"Wenn im Leben eines Menschen Angst, anhaltende Traurigkeit, Stressgefühle usw. auftauchen, dann hat dies i.d.R. damit zu tun, dass im Rahmen einer bedeutsamen zwischenmenschlichen Beziehung dieses Menschen wichtige emotionale Anliegen bzw. Bedürfnisse in Gefahr geraten sind." Und: "Überall dort, wo zwischenmenschliche Beziehungen abnehmen, nehmen Gesundheitsstörungen zu." Gravierend sind die Folgen gestörter Beziehungen in der Kindheit. Sie führen zu posttraumatischen Störungen und beeinflussen die Regulation der Gene. Umgekehrt zeigen Studien, dass liebevolle Beziehungen mit wichtigen Bezugspersonen eine positive Wirkung auf die Entwicklung von Resilienz, die Widerstandsfähigkeit gegen Stress, haben. Dank der Neuroplastizität unseres Gehirns, das immer neue Verbindungen knüpfen kann, scheint es also nicht unwahrscheinlich, dass positive Gefühle eine heilende Wirkung entwickeln können.

[Joachim Bauer: Das Gedächtnis des Körpers]

Joachim Bauer: Das Gedächtnis des Körpers





 

Gefühle sind die Sprache des Körpers

David Servan-Schreiber - Die Neue Medizin der Emotionen

Wenn ein Stück Holz im Wald Angstgefühle auslöst, weil es von der Form einer Schlange ähnelt, dann ist das limbische System, der Sitz der Emotionen, aktiv. Mit dem höher und später entwickelten Neokortex, dem Sitz des rationalen Denkens, gelingt es uns, unsere Reaktion darauf (meist) im Griff zu behalten, nicht aber die Angst und die durch die Hormonflut ausgelösten körperlichen Reaktionen mit Herzklopfen und anderen Stress-Reaktionen.
Das limbische System kontrolliert das Gleichgewicht im Körper, die Atmung, den Herz-Rhythmus und den Schlaf. Das emotionale Gehirn entzieht sich jedem Zugriff über das bewußte Denken des Neokortex. Schlafstörungen haben daher hier ihre Ursache. Leichter erreichbar als über das Denken sind unsere Emotionen über die körperliche Ebene.Was der Mediziner und Psychiater David Servan-Schreiber schon 2004 in seinem Bestseller einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte, findet heute seine Fortsetzung in weiter entwickelten energetischen Techniken. Es sind Techniken, die Stress reduzieren und in bemerkenswerten Fällen auch die damit verbundenen körperlichen Störungen verändern können.
Nicht nur für Einsteiger ins Thema sind die vorgestellten Methoden und Erkenntnisse sehr lesenswert. Dr. Servan-Schreiber bringt es auf den Punkt, mit dem sich heute eine Vielzahl von Veröffentlichungen beschäftigen wie z.B. der healing code: Unsere körperliche und emotionale Gesundheit steht in starker Abhängigkeit von der Art unserer Beziehungen. Liebevolle und wertschätzende Beziehungen fördern unsere Gesundheit, belastende Beziehungen mit Gefühlen von Ärger und Wut belasten unsere emotionale und körperliche Gesundheit.

[David Servan-Schreiber: Die Neue Medizin der Emotionen]

David Servan-Schreiber: Die Neue Medizin der Emotionen



Gehirn-Gesundheit statt Ernährungsstress durch Kohlenhydrate

David Perlmutter, Kristin Loberg - Dumm wie Brot

Jenseits der Diskussion um eine mögliche Unverträglichkeit von Gluten (Klebereiweiß) werden Vollkornprodukte noch immer als besonders gesund und wertvoll betrachtet. Die Problematik der Gluten und die Empfehlung, Weißmehlprodukte zu vermeiden, ist für den Facharzt und Neurologen Dr.David Perlmutter aber nur der Einstieg in ein Thema, das sich als höchst gefährlich für die Gesundheit unseres Gehirns erweist.Unser Körper benötigt Glucose (Zucker) zur Energieproduktion in den Zellen unter Verwendung des dafür zur Verfügung stehenden Insulins. Aber nicht nur der einfache Zucker ist ein Problem. Kohlenhydrate sind lange Ketten aus Zuckermolekülen und auch das durch Vitamine eigentlich gesunde Obst besteht mit der Fructose aus nichts anderem als Zucker. Durch viele kleine Mahlzeiten oder Naschen schwimmt im Blut fast immer Zucker, der in die Zellen aufgenommen werden soll. Dadurch findet eine ebenso kontinuierliche Insulin-Produktion statt.
Um nicht permanent mehr Zucker zur Energieaufbereitung in die Zellen aufnehmen zu müssen als notwendig, steuern die Zellen gegen, indem sie ihre Rezeptoren gegen Insulin dessensibilisieren. Die Bauchspeicheldrüse erhöht daraufhin die Insulinproduktion, um den Zucker doch noch in die Zellen zu bekommen. So führt die gesteigerte unablässige Produktion von Insulin irgendwann zur Insulinresistenz und zur Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse.
Oxidationsprozesse mit der vermehrten Bildung von freien Radikalen und die Zunahme von Entzündungen im ganzen Körper, vor allem aber im Gehirn, sind die Folge. Sie führen zu den vermeintlich altersbedingten Krankheiten des Gehirns, die in den letzten Jahrzehnten sprunghaft zugenommen haben und überwiegend auf Entzündungen zurückzuführen sind. Das menschliche Gehirn besteht zu 70% aus Fett (Eiweiß) und Fett senkt die Entzündungsneigung und ist darüber hinaus für die Aufnahme und die Verwertung vieler Vitamine zwingend erforderlich. Gesundes Fett steht in vielerlei Formen zur Verfügung, vielfach auch als nicht tierisches Eiweiß z.B. in Hülsenfrüchten, Avocado, Olivenöl, Kokosprodukten.
Dr. Perlmutter macht Mut zur Veränderung und beschreibt die Neurogenese: Anders als früher angenommen, besitzt unser Gehirn nämlich die Fähigkeit neue Gehirnzellen zu bilden. Was wir tun können, um die Gesundheit des Gehirns zu erhalten, erläutert er mit vielen praktischen Hinweisen zur low carb-Ernährung. Zusätzlich zu einem Leben ohne Ernährungsstress profitieren wir dabei von einer mühelosen Gewichtsabnahme und einem deutlichen Energie-Gewinn.

[David Perlmutter, Kristin Loberg: Dumm wie Brot]

David Perlmutter, Kristin Loberg: Dumm wie Brot





 

Weniger Stress durch Selbststeuerung

Joachim Bauer - Selbststeuerung

In einem Zeitalter, in dem für jeden Impuls die sofortige Erfüllung durch grenzenlosen Konsum möglich ist, klingt Selbststeuerung zunächst nach Lust- und Genußfeindlichkeit. Lassen wir uns aber ausschließlich durch Reiz-Reaktionsmuster steuern, entstehen emotionaler und körperlicher Stress mit Abhängigkeiten bis hin zum Suchtverhalten. Zum Menschsein gehört die Selbstfürsorge und der gesunde Umgang mit den Impulsen von außen und Innen, auch unter Verzicht auf weniger förderliche Wünsche. Selbststeuerung hat daher in der Gesamtbetrachtung einen Gewinn an Freiheit und Selbstbestimmung zur Folge. Aus Sicht des Neurobiologen beschreibt Bestsellerautor Prof. Joachim Bauer die Selbststeuerung als ein Instrument zu einem Leben im Jetzt anstatt sich der Fremdbestimmung durch impulshaftes Handeln zu überlassen.
Freiheit, Flexibilität und soziale Intelligenz finden im präfronalen Kortex statt, der mit dem Triebsystem (u.a. Belohnungssystem) in enger Verbindung und in wechselseitiger Kontrolle steht. Die Potenziale des präfronalen Kortex sind bei der Geburt angelegt, entwickeln sich aber erst im Erleben über die sozialen Beziehungen innerhalb der ersten 20 Lebensjahre. Seine Funktionen können verkümmern, wenn sie nicht eingeübt werden. Erst im ausgereiftem Zustand kann der präfrontale Kortex das Belohnungssystem kontrollieren, so daß wir nicht mehr auf jeden Impuls mit der schnellen Erfüllung des Bedürfnisses reagieren, sondern diesen Impuls kontrollieren können. Soziale Erfahrungen und Beziehungen formen unser Gehirn und beeinflussen die Reifung des präfronalen Kortex. Dessen Reife hat, neurobiologischen Studien zufolge, nachhaltige positive Auswirkungen auf ein späteres Leben mit einem höheren Selbstbewußtsein, Widerstandsfähigkeit gegen Stress, Zielstrebigkeit und Erfolg und geringer Neigung zu psychischen Störungen.
Wer dauerhaft das Gefühl hat, fremdgesteuert zu sein, überzieht seine Möglichkeiten der Selbststeuerung und erschöpft damit sein Selbst. Dies führt zu einer zeitweisen Abschaltung des präfronalen Kortex. Dann schlägt die Stunde des vom Reptilienhirn gesteuerten Belohnungssystems. Der Wunsch nach umgehender Befriedigung des Bedürfnisses nach Entspannung führt dann zum ungesunden schnellen Genuß, z.B. Fernsehen, dem Konsum digitaler Medien, fast Food oder Süßigkeiten. In der Folge verschärft sich die Erschöpfung des Ichs.
Der bessere Weg, den Stress zu reduzieren wären Bewegung, Yoga, Meditation oder Achtsamkeitsübungen. Diese Techniken unterstützen die Entwicklung eines selbstgesteuerten Verhaltens und erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Stressoren. Selbststeuerung bedeutet also, nicht immer das Naheliegende und Bequeme zu tun, sondern ggf. auch kurzfristig auf etwas zu verzichten, um danach von einem Gewinn an Freiheit und Glück zu profitieren.

[Joachim Bauer: Selbststeuerung]

Joachim Bauer: Selbststeuerung



Unsere Gefühle besser verstehen

Alexander Sembritzki - Wie Gefühle heilen

Wir haben gelernt positiv zu denken. Negative Gefühle wie Ärger, Aggression, Trauer und Angst sind in unserer Leistungsgesellschaft unerwünscht und unerlaubt und werden daher unterdrückt. Nichtsdestotrotz sind sie existent und drücken sich auf der energetischen Ebene unseres Körpers aus. Halten diese Störungen an, sind Störungen auf der körperlichen Ebene die Folge. Wenn uns Gefühle aber krank machen können, ist auch der umgekehrte Weg möglich: mit gesunden Gefühlen zu einem gesunden und heilen Sein, denn Gefühle sind Lebensenergie.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist der Zusammenhang zwischen unterdrückten bzw. überschießenden Gefühlen und körperlichen Beschwerden seit Jahrtausenden bekannt. Der Mediziner und TCM-Therapeut Alexander Sembritzki definiert analog zu den Funktionskreisen der chinesischen Medizin fünf Gefühlsfamilien:
- Ängste, die an die Nieren gehen - Aggressionen, die über die Leber laufen - Herzensgefühle wie Freude und Liebe öffnen das Herz - Sorge und Mitgefühl (nicht zu verwechseln mit Mitleid) für Andere stärken unsere Mitte, unsere Lebensenergie, - Traurigkeit wird zur Belastung für die Atmung und die Lunge.
Dr. Sembritzki beschreibt die Entstehung von Stress aus einem Gefühl von Überforderung und der Angst nicht gut genug zu sein. Der Druck von außen, vor allem aber von uns selbst, nimmt zu, und eigene Bedürfnisse und Gefühle werden übergangen. Der Körper bereitet sich durch die Ausschüttung von Hormonen auf Verteidigung, Kampf oder Flucht vor. Erfolgt dann keine Umsetzung in eine körperliche Aktivität, bleibt das Energieniveau des Körpers hoch und die Energie staut sich an. In der Folge entsteht Aggression, die sich nach außen oder gegen sich selbst wendet mit Belastungen für das gesamte Energiesystem und damit für den Körper.
Über einfache Techniken wie Umgang mit dem inneren Kritiker, Übungen zu Achtsamkeit und Meditation zeigt Dr. Sembritzki wie es gelingen kann, unsere Gefühle besser zu verstehen und auf eine gesündere Weise damit umzugehen.

[Alexander Sembritzki: Wie Gefühle heilen]

Alexander Sembritzki: Wie Gefühle heilen





 

Entwicklung liegt in der Natur des Menschen

Gerald Hüther - Etwas mehr Hirn, bitte

Wir sind nicht abhängig von unserer genetischen Programmierung - das war für mich die erste wichtige Erkenntnis dieses Buchs. Unser Gehirn ist, abhängig von unseren Erfahrungen, jederzeit in der Lage, bestehende Verknüpfungen stillzulegen und neue zu knüpfen. Wir können auch also jederzeit unsere Vorstellungen in Frage stellen und unser Leben neu gestalten. Lernen und Veränderung sind aber nur in der Interaktion mit Anderen möglich. Wir benötigen also vor allem förderliche zwischenmenschliche Beziehungen.Die Fähigkeit unseres Gehirns sich zu verändern, basiert darauf, daß neue Verbindungen zwischen Synapsen entstehen. Dies wird Neuroplastizität genannt. Entscheidend für diese Verdrahtung sind die zwischenmenschlichen Erfahrungen. Als Säugling erleben wir noch die uneingeschränkte Zuwendung wichtiger Bezugspersonen: alles, was wir tun, ist gut. Dann beginnt die Erziehung und es entstehen Regeln, die fremde und damit die eigene Begeisterung für unser Tun schwindet. Diese Erfahrung "ich bin nicht wichtig, nicht gut genug" prägt dann das Denken und schränkt die Möglichkeiten der neuronalen Vernetzung ein. Um sich die positiven Emotionen zu sichern, wird das Verhalten angepaßt, um das Bedürfnis nach Verbundenheit und Schutz zu erfüllen. Weil unser Gehirn darauf ausgerichtet ist, mit möglichst wenig Energieaufwand einen Zustand von Ruhe und Kohärenz zu erreichen, muß das zweite Grundbedürfnis nach Wachstum zurücktreten. Wir übernehmen aus dieser Schutzfunktion heraus die Erfahrungen und Vorstellungen von Generationen, u.a. auch solche, die bestimmt sind von Abgrenzung und Mißtrauen gegenüber Fremdem.
Der Neurobiologe und Wissenschaftler Gerald Hüther engagiert sich intensiv für die Potenzialentfaltung des Einzelnen und die verbundene Wirkung auf eine lebendige Gesellschaft. Sein Appell: Gemeinsam mit Anderen verfügen wir über mehr Hirn und Entwicklungsmöglichkeiten für eine hoffnungsvolle Zukunft.

[Gerald Hüther: Etwas mehr Hirn, bitte]

Gerald Hüther: Etwas mehr Hirn, bitte



Unsere Welt entsteht im Kopf - Yoga und Neurowissenschaft

Anna Trökes, Bettina Knothe - Neuro-Yoga

Lange ging man davon aus, dass nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Persönlichkeit und unser Verhalten genetisch bedingt sind und unveränderbar. In der Epigenetik, einer noch recht jungen Wissenschaft, wurde bewiesen, dass Gene an- und abgeschaltet werden können- abhängig von der Umwelt und den Erfahrungen. Unser Gehirn prüft in jedem Moment alle Reize von außen und bewertet die Erfahrungen mit gut/ angenehm oder schlecht/ unangenehm. Wir sind dabei nicht frei und rational, sondern abhängig von unseren Prägungen. Je häufiger ein ähnlicher Reiz und seine Bewertung als richtig identifiziert werden, um so fester wird die neuronale Verschaltung. Es entsteht eine Art neuronale Autobahn, die immer häufiger benutzt wird und für die weniger stark befahrene Wege stillgelegt werden. Yoga, Achtsamkeit und Meditation erweisen sich als wirkungsvolle Instrumente zur Veränderung unserer neuronalen Muster. Wer könnte dies besser erklären als Anna Trökes, die Fachfrau und vielfache Buchautorin für Yoga! Zusammen mit der Naturwissenschaftlerin Bettina Knothe ist ein spannend zu lesendes Buch entstanden: für alle, die noch nicht die körperliche und mentale Wirkung von Yoga erlebt haben und mehr darüber wissen wollen, aber auch für erfahrene Yogis und Yoginis.

[Anna Trökes, Bettina Knothe: Neuro-Yoga]

Anna Trökes, Bettina Knothe: Neuro-Yoga





 

Die Macht der Emotionen

Ulrich Schnabel - Was kostet ein Lächeln?

Die Menschen in Deutschland heißen mit großer Herzlichkeit die Flüchtlinge willkommen. Emotionen wie man sie sonst nur von einer Fußball WM kennt, werden ganz selbstverständlich öffentlich ausgedrückt. Aber nicht nur in den jetzt erlebten Dimensionen sind Gefühle relevant: jede Situation, jeder Impuls von außen führt zu einer inneren Bewertung, indem die Gedanken mit einem Gefühl verbunden werden. Dieser Vorgang findet überwiegend automatisch statt. Unsere Emotionen bestimmen wie wir die Welt sehen und ihr gegenübertreten - ob wir sie als feindlich oder freundlich wahrnehmen, ob wir mit Angst, Wut, Aggression oder mit Mut und Liebe reagieren.
Wenn unsere Gefühle unsere Entscheidungen herbeiführen, stellt sich die Frage: In welchem Maße sind wir damit manipulierbar?
Der Wissenschaftsjournalist und Buchautor Ulrich Schnabel erstellt in "Was kostet ein Lächeln?" eine Kartografie der Gefühle. Er beschäftigt sich vor allem mit der Frage ob Emotionen ansteckend sind. Solche kollektiven Emotionen entfalten sich im Negativen (Reichsparteitag in der NS-Zeit) wie im Positiven (Refugees welcome). Über die Frage hinaus, ob und wie weit wir/die Gesellschaft durch unsere Emotionen manipulierbar sind, hat es für den Leser einen durchaus praktischen Nutzen: Es kann uns dadurch gelingen, den emotionalen Hintergrund unserer Entscheidungen zu erkennen.

[Ulrich Schnabel: Was kostet ein Lächeln?]

Ulrich Schnabel: Was kostet ein Lächeln?

Warenkorb

Es befinden sich keine Artikel im Warenkorb.

Siegel Paypal und SSL

Ihre Vorteile

Versandsvoteile
Schneller
Versand
Über 500.000 sofort lieferbare Titel, Portofreier ÜberNacht-Express
Lieferungsvorteile
Flexible
Lieferung
Postversand, Abholung, Download, Lieferungen an verschiedene Adressen
Formatsvorteile
Auswahl
mit Format
5,6 Mio. Bücher, Hörbücher, eBooks, Downloads, gebrauchte Bücher & mehr
Alles über Ihre Vorteile
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt.
Informationen über anfallende Versandkosten finden Sie hier.
akzeptierte Zahlungsarten: offene Rechnung, Überweisung, Visa, Master Card, American Express, Paypal
Jetzt für nur 19 Euro das eigene Buch und eBook veröffentlichen